Zwischen Kloster Zinna und Jüterbog

Kloster Zinna mit Siechenhaus

Trotz des schönen Wetters haben wir irgendwie keine Lust in die Corona-Hochburgen nach Sachsen zu fahren. Zumal die selbsternannten „Rebellen“ wahrscheinlich wieder am Sonntag an der Straße stehen und mit Reichskriegsflaggen gegen Masken protestieren. Wir bleiben in Berlin und machen einen Ausflug nach Jüterbog. Wir starten in Kloster Zinna, wo wir uns natürlich das Klostergelände anschauen. Über Grüna laufen wir durch Felder und Wälder nach Jüterbog. Die mittelalterliche Stadt betreten wir durch das Zinnaer Tor, wandern an der Stadtmauer entlang bis zur Mönchenkirche und wieder zurück zum Rathaus. Der imposante Backsteinbau ist beeindruckend und zeugt von einstigem Reichtum. Jüterbog war ja auch eine bedeutende Stadt und spielte bei der Reformation eine wichtige Rolle. Johann Tetzel (schon wieder ein Sachse..) trieb hier sein Unwesen, was Martin Luther im nahem Wittenberg zu seinen 95 Thesen inspirierte. Es soll noch einen jener Tetzelkästen in Jüterbog geben, in denen die Ablassgelder armer Sünder zur Finanzierung des Baus des Petersdoms in Rom gesammelt wurden. Diesen konnten wir jedoch wegen Renovierungsarbeiten der ehrwürdigen Nikolaikirche nicht besichtigen. Im großen Bogen ging es nach der Stadtbesichtigung über die Nuthewiesen zurück nach Kloster Zinna.

typisches einstöckiges Haus in Kloster Zinna
Pfarramt
Klosterkirche Zinna
goldener November
Pforte der Klosterkirche Zinna
zwischen Klosterkirche und Cellarium
Weg nach Grüna
noch gibt es viel Grün
Dorfkirche Grüna
Weg von Grüna nach Jüterbog
Sinnspruch am Zinnaer Tor in Jüterbog
Zinnaer Tor
Stadtmauer Jüterbog
Stadtmauer Jüterbog
Stadtmauer Jüterbog
Mönchenkirche, heute Bibliothek und Museum
Jüterbog mit Sankt Nikolai als Modell
Mönchenstraße
Rathaus Jüterbog
Rathaus Jüterbog
„Sparsame Anna“, natürlich an der Fassade der Stadtsparkasse
Figur des Hl. Mauritus am Rathaus
Nikolaikirchstraße mit Nikolaikirche
Pforte an der Nikolaikirche
Kirchhof Sankt Nikolai
Sankt Nikolai
Neumarkttor
die mit einer Brücke verbundenen Türme von Sankt Nikolai
Herbst
Was für ein blühendes Paradies! Sogar Bienen waren heute noch unterwegs
frecher Stieglitz
Nuthewiesen
entlang der Nuthe zurück nach Kloster Zinna
heutige Runde

Auf den Spuren von Schwester Agnes

Kirche Waltersdorf

So manch einer von den Jüngeren oder Nicht-Ossis wird sich jetzt fragen: Häh, Schwester Agnes? Ja, das war ein sehr erfolgreicher Fernsehfilm aus dem Jahre 1975, in welchem die von mir sehr geschätzte Volksschauspielerin Agnes Kraus die Hauptrolle inne hatte. Der Film spielte in Krummbach, einem fiktiven Ort, der sich aus Sequenzen von Dörfern des Zittauer Gebirges zusammensetzte. Waltersdorf, wo wir heute unsere Wanderung starten, spielte eine zentrale Rolle im Film. Agnes mit ihrem Berliner Dialekt hatte es nicht leicht mit den sturen Einheimischen. Es hat sich hier „Fremden“ gegenüber also nichts geändert. Wir starten an der Kirche und laufen zur Sängerhöhe. Von dort über die Wiesen geht es querfeldein bis zum Ottoberg und weiter zum Dreiecker (Trojhran). Dieser historische Grenzpunkt markiert das Dreiländereck der Herrschaften von Rumburg, Reichstadt und Zittau. Heute verläuft hier die Landesgrenze zwischen Sachsen und Tschechien. Auf dem Kamm entlang laufen wir bis zum Lauschefuß, wo es dann steil bergauf kraxelnd zum Vulkangipfel hinauf geht. Die Lausche ist mit 793 Metern der höchste Berg des Zittauer Gebirges. Seit ein paar Wochen kann man hier auf einen neu errichteten Aussichtsturm steigen, was viele Menschen anlockt. Auf Nebenwegen bergab geht es zurück zum Ausgangspunkt.

Waltersdorf
Umgebindehaus Walterdorf
hier habe ich einige Rehe aufgeschreckt
Waltersdorf mit Breiteberg am Horizont
Wiesenwanderung
Sängerhöhe Waltersdorf
André ein paar Meter im Covid19-Hochrisikogebiet
Dreiecker an der Landesgrenze
hübsche Pilze
Steilaufstieg zur Lausche
Blick zum Weberberg mit Tannenberg (Jedlová) dahinter
Neue Aussichten vom neuen Lauscheturm: Hochwald mit Jeschken (Ještěd) dahinter
Blick hinunter nach Waltersdorf
Feiertagsgewusel auf der Lausche
neuer Lausche-Aussichtsturm
Rückweg nach Waltersdorf
Blick zurück zur Lausche
Trackaufzeichnung

Letzter Urlaubstag zu Hause

zu Hause isses ja auch schön – Badestelle Alter Hof an der Havel

Nach knapp 2 Wochen Ostsee sind wir wieder zu Hause. Der Urlaub ist vorbei. Es war wunderschön. Hiddensee mit seinem besonderen autofreien Charme, Rügen mit seiner spektakulären Landschaft- die Kühlung mit ihrem Hügeln und Dolmen- all das hat uns nach langer Zeit Abstinenz gut gefallen. Einziger Wermutstropfen ist die weit verbreitete Servicefeindlichkeit und die oft anzutreffende Unfreundlichkeit der Küstenbewohner. Wobei wir an unseren Unterkünften derartigen Mitmenschen nicht begegnet sind, eher in Restaurants oder einfach nur so auf der Straße.

Heute nutzten wir das schöne Spätsommerwetter zu einer kleine Radtour nach Potsdam. Wobei uns wieder mal auffiel: Zu Hause ist es eigentlich auch schön. Wunderschön.

erste Station-Blick vom Flensburger Löwen auf den Wannsee
Havel am Wirtshaus Moorlake
Mittagspause unter den Kolonnaden am Neuen Palais Potsdam
der Petersplatz in Rom könnte nicht schöner sein…
schwungvolle Architektur am Belvedere auf dem Klausberg
André wartet wieder mal auf den Fotografen
Mediterranes Flair an der Orangerie
fast wie in Italien – Orangerieschloss
Boote auf dem Griebnitzkanal

Dolmen-Radrunde

Dolmen von Mechelsdorf

Heute ist unser letzter Urlaubstag. Wir lassen es ruhig angehen und machen eine Fahrradrunde zu den Dolmen der Umgebung mit einem Abstecher nach Rerik. Das Wetter war perfekt zum Radeln, fast windstill und sonnig bei 17 Grad. Gefühlt waren es allerdings 25 Grad…

Strand bei Meschendorf, heute Morgen noch menschenleer
Möwenschwatz
Stockrose
Großdolmen, auch bei Mechelsdorf
um dorthin zu gelangen, muss man quer über den Acker
Opfergabe?
Salzhaff in Rerik
Blick vom Kuhberg über das Salzhaff auf Rerik
das letzte Mal am Strand…
Urdolmen von Mechellsdorf
heutige Runde

Zwischen Bad Doberan und Rerik

uralte Backsteine

Heute ist der erste kalte Tag, der letztendlich doch angenehmer wurde als erwartet. Wir fahren nach Bad Doberan, um uns wieder einmal die Stadt und vor allem den Doberaner Münster anzuschauen. Dieser Backsteinbau ist einer der schönsten, den ich kenne. Anschließemd fahren wir nach Heiligendamm. Das wird wohl unser letzter Besuch dort gewesen sein. Schlimm wie man ein altes Seebad so kaputtmacchen kann. Das große Grand Hotel versperrt die zentralen Bereiche des Seebads, man kommt ohne kilometerlange Umwege gar nicht an den Strand. Das elitäre Gelände des Hotels- menschenleer. Gruslig. Wir machen eine Radrunde um den Conventer See, der noch frei zugänglich ist…. Am Nachmittag besuchen wir zwei bronzezeitliche Großsteingräber und schauen uns noch etwas in Rerik um.

Bad Doberan, Haus mit Apfelbaum
Klosterpforte
Doberaner Münster
Hochgotik im Doberaner Münster
im Doberaner Münster
im Doberaner Münster
komische tuntige Herren im Doberaner Münster
auf dem Kamp in Bad Doberan- Weißer Pavillon
Markt
der „Molli“ überquert die Kreuzung
auch durch diese Straße fährt die dampfbetriebene Schmalspurbahn
Blick zum ehemaligen Badeort Heiligendamm
Ganggrab vor Rerik
Strand in Rerik, rechts eine Bäckerei, wo wir vor 35 Jahren morgens um vier immer Brötchen geschenkt bekamen
Blick vom Schmiedeberg in Rerik auf Salzhaff (links) und Ostsee (rechts)