Wo ist nur Tag 3 geblieben? Nun, er verging wie im Fluge. (lahmer Witz). Wir sind also gestern von Lissabon in nur 1:20 Stunden nach Funchal geflogen. Sehr angenehm, nicht 5 Stunden in der Blechkiste sitzen zu müssen. Heute haben wir zwei kleine Wanderungen gemacht. Die erste lag in der Nähe unser Unterkunft in São Jorge und ging zeitig am Morgen entlang der Levada do Rei bis zur Madre da Levada do Rei am Ribeiro Bonito. Der Weg führt hinein in den urigen Laurisilva von Madeira, der zum Weltnaturerbe zählt. Wir waren die ersten am Ribeiro Bonito, und so stellte sich ein bisschen Urwaldfeeling ein. Auf dem Rückweg kamen uns dann erste Wanderer entgegen. Die zweite Wanderung führte uns nach einem guten Mittagessen im Restaurant Cabo Aereo mit Blick auf die Steilküste hinunter zur Lagune „Lagoa do Calhau de São Jorge“, was immerhin 220 Meter Abstieg bedeutete. Den späten Nachmittag verbrachten wir faul am Pool.
Beginn der WanderungLevada do Rei Bananen-Passionsblume (Passiflora tarminiana)die hohen Berge liegen noch im MorgendunstJetzt kommt die Sonne über die BergeFrauenhaarfarnder Fotograf wird bei der Wegfindung fotografiertMiniwasserfallTunneldurchquerungbewachsener FelsüberhangWanderweg mit eingebauter Duschein diesem Baum versteckte sich ein GeocacheSuchbild, wo ist André Urwald am Ribeiro Bonito am Ribeiro Bonito Rückweg entlang der Levada do Reider giftige Wollblütige Nachtschatten, eine eingeschleppte Artwilde HortensienBlick vom Restaurant Cabo Aereo AbstiegCanna Indica (???)Minidracheunten Calhau de São Jorge
allgegenwärtige Dominante des Rosenberges am Horizont
Ich bin allein ins Ferienhaus gefahren. André ist schon unterwegs nach Barcelona. Da das Wetter wandertauglich ist, will ich eigentlich nach Bensen (Benešov nad Ploučnicí) fahren. Straßensperrungen in Böhmisch Kamnitz (Česká Kamenice) haben mit aber davon abgehalten. Ich fahre zurück zum ehemaligen Friedhof von Hasel (Líska), wo ich eine kleine Wanderung starte. Zunächst will ich den mir noch unbekannten Eliasberg (Kunratický vrch) besteigen. Ein lange nicht gehörtes Naturschauspiel begleitet mich dabei. Hirsche röhren in einer Lautstärke, dass einem Bange werden könnte. Da es keine ausgeschilderten Wege zum Gipfel gibt, verheddere ich mich natürlich und muss unterhalb steiler Basaltwände eine bemooste Blockhalde hinauf. Leider habe ich dabei etliche Hirschkühe aufgeschreckt. Es wäre auch einfacher gegangen, wie ich beim Abstieg sehe. Früher gab es unterhalb des Gipfels, der mit einer schönen Aussicht nach Süden und Nordwesten überrascht, eine Baude mit Bierausschank. Alles lange vorbei, heute wird der Eliasberg wohl nur noch selten besucht. Schade eigentlich, der Aufstieg lohnt sich. Nach dem Abstieg laufe ich an den Resten der ehemaligen Gastwirtschaft vorbei und erreiche die in einen Felsen eingehauene Kapelle der hl. Dreifaltigkeit. Von nun an ist der Weg bekannt. Ich klettere hinauf zur Tellplatte, einem Felsvorsprung mit Aussicht, weiter zur Brandaussicht und schließlich hinauf zur hoch aufragenden Nolde (Jehla) über dem Tal von Böhmisch Kamnitz. Über den Brüderaltar (Bratrský oltář) laufe ich zurück zum Ausgangspunkt.
Rastplatz unterhalb des EliasbergesRosenberg, rechts dahinter das Elbsandsteingebirge, rechts der OttenbergAufstieg zum Eliasberg, Blick zum Kaltenbergmistrauische HirschkuhWeg zum GipfelAussicht vom Eliasberginteressante BasaltgebildeHier stand einmal die Gastwirtschaft, eine Keller ist noch zu sehenein Bier wäre jetzt schön gewesenurige Landschaftfast schon ein wenig herbstlichDreifaltigkeitskapelle Nachbau von Münzels Schützhutte kleine KraxeleiAussicht von der Tell-PlatteStege der BrandaussichtAussichtsfelsen ohne Aussicht- der „Frosch“Treppe zur Noldeauf der Noldeganz links unser Lieblings-Aussichtsberg- der MittenbergSchlossberg mit BurgruineBlick hinunter nach Böhmisch Kamnitz…und wieder mal der unverwechselbare Kegel des Rosenbergesnanu, Kerzen im Wald?er macht lieber die Augen zuam BrüderaltarBrüderaltar mit Todesengelheutige Runde
Noch sind die Tage lang und warm. Grund genug, Urlaub zu nehmen und nach Neusalza zu fahren. Ich nehme mir eine Wanderung vor, die mich zu den Kriesdorfer Rabsteinen (Krkavčí skály) führt. Mich überraschen schöne Sandsteintürme und schattige Wege mit Blick zum Jeschkengebirge. Von dort aus laufe ich zum Kriesdorfer Bahnhof, dem höchstgelegenen der Nordböhmischen Transversalbahn (500 Meter). Weiter führt der Weg zum ehemaligen Kalksteinbruch (Solvayův lom) an der Scheuflerkuppe (Lom). Hier wurde ein Rundweg angelegt, der zur Räuberhöhle (Loupežnická jeskyně) und zu einer schönen Aussicht ins Rollbergland führt. Weiter führt der Weg zur Kapelle des hl. Christoph, von wo es über den Kriesdorfer Sattel (Križanské sedlo) wieder zurück zum Ausgangspunkt geht. Auf dem Weg zurück mache ich einem Zwischenstopp in meiner alten Hochschulstadt Zittau.
Weg zu den RabsteinenAussichtspunkt an den Rabsteineneiner der SandsteintürmeWeg an den Rabsteinenzwischendurch Blick zum Jeschken (mit Geocache)Brombeere mit WanzeRuine auf dem ehemaligen Steinbruchgelände„Räuberhöhle“, verschlossen zum Schutz der Fledermäusehier wachsen SilberdiestelnAussicht ins RollberglandKapelle der hl. Christoph an der WegkreuzungBlick ins Jeschkengebirgeam Kriesdorfer Satteleiskaltes erfrischendes Wasser für den durstigen Wandererder Rollbergkegel in der Bildmitteüber allem thront der Jeschkenherrliches Umgebindehaus mit Gartenauf dem Weg zurück halte ich in Zittau- um das Schleifermännel zu besuchenSitzgruppe am Marktplatz in ZittauZittau MarktHinterhofidylleRolandbrunnendie Besteigung des Turms der Johanniskirche habe ich heute ausgelassenBlick aus den leeren Fleischbänken auf leere Lädenin der „Neustadt“Wanderrunde um Kriesdorf
Nach den heißen Tagen können wir heute entspannt eine Wanderung machen. Die Luft ist nach dem Regen klar und frisch, maximal 23 Grad sind vorhergesagt. Ich wollte wieder einmal zur Burgruine Dewin (Děvín). Das letzte Mal waren wir vor 5 Jahren hier wandern. Startpunkt ist der Krassa-Teich (Chrastenský rybník). Von hier steigen wir zum Krassaberg (Chrastenský vrch) auf, der für uns noch ein weißer Fleck auf der Landkarte war. Es geht weiter zum idyllischen Kunzeteich (Děvínský rybník) und von dort aus hinauf zur Burgruine Dewin. Schon immer haben uns die Größe des Areals und die gut erhaltenen Burgreste fasziniert. Kommt man zeitig genug, ist man hier allein. Weiter geht es am Hammer Spitzberg (Hamerský Špičák) entlang zum Schachtstein. Hier wurde in vergangenen Zeiten Eisenerz gefördert, die bergbaulichen Reste kann man heute bewundern. Im benachbarten Tal wurde bis 1996 Uran gewonnen. Auf dem weiteren Weg zum Amphitheater (Divadlo) mit seinem Felsentor sammeln wir Preiselbeeren, die wir zu Hause einkochen. Perfekt für Erkältungen, Fieber oder Wildgerichte. Unsere letzte Wegmarke ist der Dohlenstein (Kavčí skála). Heute steht er frei und mächtig über dem Tal, die Bäume ringsherum müssen noch wachsen. Nach knapp 15 km sind wir wieder zurück am Ausgangpunkt.
Start am Krassa Teichauch in Krassa gibt es viele Ferienhäuser, Autos mit Prager Kennzeichen davorwirds schon Herbst?da steht der Dohlenstein ganz klein, den wir zum Abschluss noch erwandernBlick vom Krassaberg durch eine Baumlücke auf Dewin und Rollberg dahinterAufstieg zum KrassabergKrassabergWeg Richtung DewinKunzeteichAufstieg zum DewinVorburgHammerteich mit Hochwald und Lausche am Horizont (Grenze)Burgruinenfrüher war hier nichts gesichert und man konnte noch in den Brunnen reinfallenAußenmauergut erhaltene Tür zum Palasvorbei am Hammer Spitzbergalter Stollen am SchachtsteinPicknick auf dem Schachtstein mit Blick zum Breitensteineine Wasserflasche wird mit Preiselbeeren gefüllthier gibt es viele Wanderziele Schwarzwälder Tor Felsformationen des AmphitheatersRückweghoch gelegene WieseAusblick zum Hammersee bis zum KleisGroßer Dohlenstein (mit Kleinem Dohlenstein dahinter)Zurück am Krassa Teich, die Wolken haben jetzt den Blick zum Jeschken freigegebennach einem Essen in Hammer am See kurz noch die Beine vertreten, Aufstieg zur Kapelle (Geocache)Blick durchs Schlüssellochauf der Rückfahrt wählen wir den Weg über Lückendorf- und kommen an dieser schönen Aussicht auf Zittau vorbeiTrackaufzeichnung
Für das Wochenende werden hochsommerliche Temperaturen vorhergesagt. Deshalb entschließen wir uns, bereits am Freitag Richtung Neusalza zu fahren. Verkehrstechnisch machte es Sinn, über die Autobahn Dresden-Prag bis Pirna zu fahren und dort die Elbe zu überqueren. Da lag die Kleinstadt Stolpen quasi auf dem Weg weiter nach Ostsachsen. Stolpen ist mir aus Kindheitstagen in Erinnerung geblieben, denn mit den Eltern waren wir dort einige Male. Ich war immer fasziniert von der Festungsanlage und den Türmen, in denen die arme Gräfin Cosel vom bösen August eingesperrt worden war. Und besonders von dem Freifallklo, von dem die Reichsgräfin ihre Notdurft 10 Meter vom Turm in die Tiefe fallen ließ. Ich frage mich, was mir damals so durch den Kopf ging. Wir besuchten also die Burg Stolpen samt Coselturm und Erinnerungen wurden wach. Damit wurde wieder etwas von der Wunschliste erfüllt.
nur 46 Stunden bis nach Hause…da sieht man, dass Stolpen auf einem alten Vulkan erbaut wurde… Basaltsäulenund auch die Burg, Basaltfelsen fast wie am Herrenhausfelsen in SteinschönauBurgtorTreppenanlage im CoseltumAussicht das „berühmte“ Freifallklo aus meinen KindheitserinnerungenStolpen ist nicht groß…Coseltum von untenschöne Tür in Stolpenseeehr schmales Haus in Stolpen