Weißkirchen- Frauenberg- Engelsberg- Hammerstein- Langeberg

Spätsommer

Ich fahre nach Weißkirchen (Bílý Kostel nad Nisou) und starte dort meine heutige Wanderung. Zunächst laufe ich nach Frauenberg (Panenská Hůrka) und von dort weiter nach Engelsberg (Andělská Hora). An der Neiße entlang geht es weiter zur Burgruine Hammerstein (Hamrštejn). Diese wunderschöne Burganlage halte ich für stark unterschätzt. Nicht einmal ein Wanderweg geht hinauf. Dafür kann man heute wie damals, als ich die Burg entdeckte, frei herumstromern und auf Entdeckungstour gehen. Weiter geht es über die Neiße mit einer handbetrieben Schwebefähre auf die andere Seite. Hier beginnt der Aufstieg zum Langeberg (Dlouhá hora). Das sind immerhin 450 Höhenmeter. Nach ca. 19 km bin ich wieder zurück am Ausgangspunkt.

Alter Friedhof von Frauenberg
Umgebindehaus in Frauenberg
Kapelle der Hl. Dreifaltigkeit in Frauenberg
Ferienhäuser
fette Blindschleiche
Weg hinunter nach Engelsberg
Gewöhnlicher Schneeball
verwunschene Burgruine Hammerstein
die Burgmauer lässt erahnen, wie groß das Burgareal ist
Reste eines Burgfrieds
noch ein Turm
Schwebefähre über die Neiße, links ein Bahnviadukt
Jägerkanzel
„Dank“ Borkenkäfer gute Aussichten
Blick zum Jeschken
Blick nach Norden, die Landeskrone bei Görlitz ist zu sehen
der Langeberg
Gipfel des Langebergs
Track

Hasel- Kaltenberg- Goldberg- Silberberg

Haus in Hasel

Noch ein Sommerwochenende in Neusalza. Wir fahren nach Hasel (Líska) und steigen zunächst auf den Kaltenberg (Studenec). Der Berggipfel hat Geschichte. Mein erster Besuch dort oben war eher abenteuerlich, verwachsener Aufstieg, ein wackliger, verrosteter Aussichtsturm und keinerlei Wegemarkierung. Das ist mehr als 30 Jahre her. Der Aufstieg war abenteuerlich. Dann entdeckten die Tschechen abseits aller alten Ideologie die Schönheit der Grenzgebiete. In der Sächsischen Zeitung berichtete man über Pläne, den Aussichtsturm wieder herzurichten und bat um Spenden. Auch ein paar Euro von mir stecken in den gusseisernen Turm. Heute ist er gefahrlos zu besteigen, allerdings schränken einige Bäume die Aussicht ein. Der Turm nur 16,2 Meter hoch, zu klein für größere Bäume wie Eschen. Wir steigen herunter, laufen ein große Runde weglos um den Kleinen Ahrenberg (Maly Javorník) und steigen dann zum gut besuchten Goldberg (Zlatý vrch) auf. Die Basaltsäulen des Berges sind imposant. Etwas Ähnliches habe ich auf der Welt noch nicht gesehen, und ich bin ziemlich herumgekommen. Am Silberberg (Stříbrný vrch) gesellt sich zu den Basaltsäulen noch eine fantastische Aussicht. Über aussichtsreiche Wiesen geht es zurück zum Aussichtspunkt.

Aufstieg zum Kaltenberg
Blockhalden am Kaltenberg, Als Besonderheit finden sich am östlichen Bergabhang rundliche Basaltfelsen, sogenannte Vulkanische Bomben.
Aussichtsturm auf dem Kaltenberg
Auf dem Kaltenbergturm, knapp über einigen Bäumen
Kaltenbergturm
Kaltenberg von Pass
Rast auf der Wiese
Weg zum Goldberg
Heldentod für Kaiser, König und Vaterland
Imposante Steinmännchen
Imposante Basaltsäulen, die wurden bis Holland zur Küstensicherung geliefert
Silberberg
Kaltenberg mit gut sichtbaren Geröllhaden
Blick bis ins Elbsandsteingebirge in Sachsen
wir zwei
Sommer in Neusalza
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Schönlinde- Maschkenberg- Hanička-Brunnen- Khaa- Burg Schönbuch- Schönlinde

Start am Nationalparkzentrum in Schönlinde

Perfektes Wanderwetter und ich begebe mich auf alte Pfade mit ein paar Neuentdeckungen. Ich starte in Schönlinde (Krásná Lípa), wo ich zunächst eine Geocache suche. Dieser widmet sich der „Waldhauserin“ Anna Waldhauser, die als deutsch-böhmische Heimatdichterin und Schriftstellerin Werke im Schönlinder Dialekt verfasste. Einem längst vergessenen Dialekt, der mit der Ausweisung der Sudentendeutschen 1946 verschwand. Sie selber entzog sich der Katastrophe durch Freitod.

DOS FRIEJOHR

Ich weeß wull, doß anderschwu
dos liebe Friehjohr ehnder kimmt,
dar Schniepontsch und dar kaalde Wind
vill zeit’cher schund Reißaus nimmt.
Dos olles weeß’ch, und aben sprach’sch,
verzeih mr Gott de Sinde:
Ich wie ne hie, wu’s schinner is,
ich liebe ei Schillinde.

Anschließend besuchte ich den sehenswerten Schönerlinder Friedhof. Inzwischen wird das Highlight des Ortes, das Neorenaissance-Mausoleum des Textilfabrikanten Carl August Dittrich, renoviert. Noch vor wenigen Jahren war es einsturzgefährdet und durch Vandalen in Mitleidenschaft gezogen. Dann ging es bergauf zum Maschkenberg (Maškův vrch) (548 m), wobei ich vorher noch den Wasservorrat an der Hanička-Quelle auffüllen konnte. Sie ist nach Hana Andrlíková aus Schönlinde benannt, die sie 2005 gefunden hat. Auf Köglers-Naturpfad (Köglerova naučná stezka) lief ich weiter nach Khaa (Kyjov), wo ich am Rande der Sandsteinfelsen ein wenig kraxeln konnte. In Tal der Kirnitzsch (Křinice) ging der Weg weiter bis zur Burgruine Schönbuch (Krásný Buk) und dann vorbei an sehenswerter, damals wegweisender Industriearchitektur zurück zum Ausgangspunkt.

wunderschöne Jugendstilreliefs auf dem Schönerlinder Friedhof
Imposante Grabmale ehemaliger Textilfabrikenbesitzer
der Stil hat sich stark verändert
Dittrich-Mausoleum
das muss man sich erst einmal erarbeiten… 😉
Blick zur Lausche, zum Weberberg und zum Tannenberg
Hanička-Quelle
Leider hat der Maschkenberggipfel keine Aussichten
Vom einstigen Wald stehen nur noch die Lärchen, Kiefern und vereinzelt Weißtannen
Anfang August wird es Herbst, das Heidekraut blüht
Stausee von Khaa
traditionelles Haus in Khaa
am Rande der Sandsteinfelsen
Khaatal, unten fließt die Kirnitzsch nach Hinterhermsdorf in Sachsen
Wilde Wandergegend
über diese Treppen haben wir die Patenmädels gescheucht, als sie noch klein waren
Russischer Bär
Sommerfrische
kaum zu erahnen, Burgruine Schönbuch
Reste des Bergfrieds
Textilfabrik Schindler, wegweisende Industriearchitektur
überall Hingucker für Architekturinteressierte

Jüttelsberg 2026

Aufstieg zum Jüttelsberg, früher gab es hier nur einen zugewachsenen Pfad

Heute laufen wir vom Waldbad Neusalza zum Jüttelsberg (Jitrovník). Neben dem einst vergessenen Berggipfel entsteht ein futuristischer, 31 Meter hoher Aussichtsturm. Eröffnet wird er allerdings erst am 26. September 2026. Auf dem Weg dorthin überprüfen wir meinen Geocache an der ehemaligen Vogelbaude. Die Aussichten von Gipfel sind in den 5 Jahren unseres letzten Besuches deutlich zugewachsen. Unglaublich, wie schnell sich die Natur die Borkenkäferfreiflächen zurückholt. Über Königswalde (Království) und den hiesigen Kreuzweg geht es zurück zum Ausgangspunkt. Unterwegs naschen wir Himbeeren und finden Pfifferlinge. Blaubeeren gibt es leider keine, also gibt es dieses Jahr wieder keine Marmelade. 🙁

der Turm neben dem Jüttelsberg steht schon
André freut sich aufs Gipfelbuchstudium
Aussichten auf das Lausitzer Gebirge
sieht schon etwas utopisch aus…
dieses Jahr gibt es auffallend viele Schmetterlinge
André prüft, ob sich an der Bergsilhouette etwas verändert hat
Blick vom Königswalder Kreuzweg auf Schluckenau
Königswalder Kreuzweg
Blick auf Königswalde
Grenzüberschreitung
Abendessen aus dem Wald

Buschullersdorfer Spitzberg

zu Beginn der Wanderung erst einmal Verhaltensregeln

Heute fahren wir mal wieder ins Isergebirge. Nach einer Stunde Fahrt stellen wir das Auto in Buschullersdorf (Oldřichov v Hájích) ab. Dann geht es an verrückten Felsformationen aus Granit vorbei bergauf bis zur Felsenburg (Skalni Hrad). Hier kraxeln wir hinauf und werden mit Aussichten zur Tafelfichte (Smrk) und ins Isergebirgsvorland belohnt. Der nächste Gipfel ist der Buschullersdorfer Spitzberg (Špičák, 724 M). Hier hinauf führen lange Treppenanlagen. Die Aussicht ist semioptimal, wegen des Bewuchses auf dem Gipfel. Immerhin gibt es einen Ausblick in Richtung Reichenberg (Liberec) und Jeschken (Ještěd). Dann geht es durch mit Felsen übersäten Hängen zurück zum Ausgangspunkt. Hier essen wir im urigen „Hausmannka“ Smažený sýr mit Hranolky und Tatarska omáčka. Auf dem Weg zurück besuchen wir Friedland (Frýdlant v Čechách). Nach kurzem Spaziergang durch die Stadt wandern wir zum renovierten Kreuzweg und weiter bis zur Burg/Schloss Friedland. Über Reichenau (Bogatynia) in Polen geht es zurück nach Neusalza.

Kraxelei auf die Felsenburg
Reste der Felsenburg
Reste des Zauns, der das riesige Wildgehege der Grafen Clam-Gallas abgrenzte. 11.000 solcher Granit-Zaunpfähle soll es einst gegeben haben.
Pilzfelsen
Aufstieg zum Spitzberg
bescheidene Aussicht
Abstieg
Licht
Felsenfenster
eher unscheinbaren Felsen mit Namen
Felsentor
Weg zurück nach Buschullersdorf
Kammbuche
Bach aus dem man noch Wasser trinken kann
Rosen
Warten aufs Essen
Marktplatz Friedland
verwunschenes Haus
Kreuzweg
Schloss Friedland
Schloss Friedland
Schloss Friedland
Schloss Friedland, Granitsäulen die aus den Bögen herauszufließen scheinen