Radtour zum Pirsken

kurz hinter Neusalza, am Schwarzen Teich

Da gestern das Wetter eher aprilmäßig war, wollten wir den heutigen Sonntag zu einer Radtour nutzen. Als Ziel steckten wir uns den mit 610 Metern höchsten Berg des Böhmischen Niederlandes– den Pirsken (Hrazený). Dort gab es auch zwei Geocaches zu finden, einer davon ein Multi.
Zuerst machten wir nach schweißtreibendem Anstieg von Neusalza aus am Jüttelsberg Cachekontrolle meines Caches  „Vogelova bouda – Vogelbaude GC35PX2„. Durch die Umgebindehäuser von Königswalde (Království) fuhren wir nach Schluckenau
Dort stärkten wir uns mit einem 10° Staropramen und Smažený květák. An einer verfallen Kapelle in Kaiserwalde (Císařský) gab es einen Cache (GC4XZP2), der nach Durchquerung eines Brennesselwaldes zu finden war. Irgendwann waren 560 Höhenmeter erreicht, begleitet durch zahlreiche Ausblicke auf die ebenfalls zahlreichen Gipfel der Umgebung. Die letzten Höhenmeter zu aussichtslosen Gipfel überwanden wir dann zu Fuß. Den Gipfel-Multicache fanden wir nach einigem Suchen dann auch, unser tschechisch ist dann doch etwas rudimentär… Die Rückfahrt abwärts durch die Wiesen nach Schluckenau war ein Genuss! Über Fugau ging es nach Hause.

Blick von Abhang des Jüttelsberges auf das Zittauer Gebirge
Inspektion des Jüttelsberg-Gipfelbuches
Felsblöcke auf den Jüttelsberg-Gipfel
Radeln durch Königswalde
nur noch selten zu sehen, Zaunbefestigung in einer durchlöcherten Granitstele
erst beim Betrachten des Fotos dieses Heiligen an der ungenutzten Kapelle in Kaiserswalde fiel mir der Falke auf, der links sitzt und mich beäugt
Kapelle Kaiserswalde
renovierte Volksarchitektur
Ein Menhir neuerer Art
immer wieder weite Aussichten
freigeschnittenes Wegstöckel
der Fingerhut blüht dieses Jahr besonders prächtig
auf dem Pirschken-Gipfel
ab durch die reich blühenden Wiesen
Genussradeln
Schluckenau von oben
Wasserwerk von Fugau. Es existiert noch, frisch renoviert. Das Dorf ist seit langem verschwunden…

Wanderung zur Wolfsburg

Die Wolfsburg – das hört sich toll an. Da wollten wir hin. Freilich klingt der tschechische Name weniger interessant -Vlčí hrádek-, nicht mal ein Wanderweg führt hin. Allerdings gibt es in unserem Rother-Wanderführer der Böhmischen Schweiz diese Wanderung, und anhand der (ziemlich veralteten) Beschreibung, fanden wir hin. Wandert man von Schönlinde Köglers Naturpfad (Köglerova naučná stezka) entlang, kommt man früher oder später in einiger Entfernung vorbei. Wir wählten den Weg vom Dörfchen Wolfsberg (Vlčí Hora).

Reste der Wolfsburg, nicht mehr sehr viel zu sehen
Abstieg durch die Schlucht
seltsame Felsgebilde
durch diese Hohle Gasse…
Weg durch die Schlucht, wohlgemerkt kein Wanderweg
fest umklammert
Engelquelle
lichte Forste
an diesem Hund mussten wir vorbei. Er war nicht erfreut uns zu sehen. 🙂
Hexenhäuselfenster
Dieser seltsame Geselle grüßte uns auf Deutsch am Ende der Wanderung. „Der Alte Raschauer“ konnte sich mit Hilfe seiner roten Weste unsichtbar machen. Wolfsberg 1730″

Talea und Tara in den Bergen

Dieses lange Pfingstwochenende verbrachten wir mit unseren Patenkindern in Neusalza. Da waren sie zwar schon, aber noch nie alleine mit den Onkels. Premiere war dann neben dieser Tatsache die Bergbesteigung des Hochwaldes. Den Aufstieg schaffte selbst die Kleine fast ohne Hilfe, wenn auch nur durch gutes Zureden und Bestechung in Form von Apfelscheiben und Möhren. Oben gab es neben herrlicher Fernsicht Saft für die Kleinen und Radler für die Großen in der Bergbaude.
 Da es auch in Sachsen recht heiß war, besuchten wir am Sonntag das Neusalzaer Freibad– die nächste Premiere. Herrlich, so ein Waldbad mit echt frischem und meinem Empfinden nach ungechlortem Wasser. Es war eine Menge los dort…
Heute ging es nach dem obligatorischen Spielplatzbesuch und dem Mittagessen nach Schwarzheide zu Sieglinde und Rudi (mit Gartenteichbegutachtung, Fischfütterung, Inspizierung von Lutzes ehemaligem Kinderzimmer, Erdbeertorte und Geschenk) wieder zurück zu Mama und Papa. Ein erlebnisreiches Wochenende geht zu Ende und wir erholen uns jetzt auf dem Balkon…

Aufstieg, alles noch frisch
Aufstieg im Niemandsland. Rechts Deutschland, links Tschechien
Rast mit Süssigkeitenbestechung
tapfere Tara
Blick zum Jeschken
Daran merkt man, dass die Grenze über den Gipfel führt
Saftversorgung in der Baude
Blick vom Hochwaldturm auf die böhmischen Berge
Hochwaldbaude, im Hintergrund der Rollberg und die Bösige samt Burg
Blick vom Hochwaldturm nach Norden
Oybin mit Berg Oybin, im Hintergrund der Olbersdorfer See und Zittau, wo Lutz studiert hat
kleine Abstiegshilfe für Tara
Geocachesuche
Chillen auf der Wiese
Terrasse in der Abendsonne
seltsames Himmelsschauspiel
Bärli hat Besuch von den beiden Hasis
Aufsteigehilfe
Dieses Foto darf Mama nicht sehen!!!
Kuckuck!
Ich will hier raus!
Im Freibad, Schatten ist rar
Schwimmflügelfraktion
Frühstück auf der Terrasse

Radtour am Rollberg

Roll mit Burgturm und Blockhalde

Heute haben wir das „garantiert“ regenfreie Wetter zu einer Radtour am Roll genutzt. Jener Berg lockte vor vielen Jahren nahezu unerreichbar mit seiner weithin sichtbaren Burgruine von den Aussichtsbergen des Zittauer Gebirges. Irgendwann nach den Grenzöffnungen der Neunziger machte ich eine Radtour dorthin, erklomm den steilen Vulkankegel und war oben allein mit einer grandiosen Aussicht- Wahnsinn. Wenige Jahre später zeigte ich André den Berg. Da waren wir immer noch die einzigen Besucher des Berges. Damals hatten wir auch das Glück, auf den Blockhalden Gemsen beobachten zu können. Seither zieht es uns immer wieder mal in diese abgeschiedene Gegend mit seinen Kegelbergen und einsamen Burgen, die nahezu keiner besucht. Heute jedoch wollten wir radeln. Außer einem kurzen Abstecher zur Felsenburg Struhanken (Stohánek) und einem Bierstopp in Niemes beschränkte sich unsere Aktivität auch aufs Radeln. Es ging durch den ehemaligen Truppenübungsplatz Ralsko, dessen Dörfer 1947 für das Militär geräumt wurden. Nach dem Abzug der Russen blieb eine ökologisch wertvolle Landschaft zurück. Mit einem weinenden aber auch lachenden Auge sahen wir Plätze, wo es einmal Dörfer gab, zu erkennen an den Obstbäumen und in die Felsen geschlagene Keller, aber auch eine blühende, summende und brummende Natur, die es so kaum noch gibt. 

Panorama
Aussichten bis hin zum Jeschken
glücklicherweise haben unsere Altvorderen Stufen in den Fels gehauen…
Blick zum Devin, der eine Burgruine trägt, die wir auch schon oft besuchten und mit der wir sehr verbunden sind
zarter Blumenflor
verbliebene Burgräume
Abstieg
Hier sind schon Generationen langgelatscht…
Geochacheversteck
Lutz muss wieder mal klettern, André wartet faul unten 🙂 rechts wieder der Roll
zur Abwechslung mal ein Blick auf die Burg Bösig
…und der Roll. Aus anderem Winkel sieht er gar nicht mehr so vulkankegelig aus
Niemes, Cachesuche an der barocken Kirche
Propellerheiliger grüsst den Roll

Abstieg von der Kirche
weiter durch blühende Landschaften, die einst besiedelt waren
beide Bösige liegen zurück- welch klassischer Anblick
und wieder mal der Jeschken
in einer künstlichen Höhle, wahrscheinlich einmal Abbaustätte für Schleifsand
rekonstruiertes Wegstöckel
bald schließt sich der Kreis, den Roll wieder im Blick

Genusswandern um Steinhübel

Nach dem völlig verregneten Himmelfahrtstag gestern zeigte sich das Wetter heute von seiner besseren Seite. Da wir der Sache noch nicht so richtig trauten, verzichteten wir auf eine größere Radtour und wanderten. Die Wahl fiel auf Steinhübel (Kamenná Horka) bei Schönlinde (Krásná Lípa), nicht zuletzt, weil es dort einen Multicache (GC3V541) gibt, der eine Wanderung mit schönen Aussichten versprach. Und wir wurden nicht enttäuscht. Herrliche Aussichten bis hin zur Sächsischen Schweiz, zum Wolfsberg (Vlci hora) und Tanzplan (Tanecnice) mit ihren Aussichttürmen auf den Gipfeln, zur Lausche und zum Hohen Schneeberg (Decinsky Sneznik) waren zu bestaunen. Dazu leuchteten die bunten Wiesen, die es auf deutsche Seite durch Überdüngung leider nicht mehr gibt, nur die Wiese am Häuschen kann da mithalten :-). Schön restaurierte Häuschen waren zu sehen, jetzt sind sie meist Wochenendhäuser von Pragern, wie die Autokennzeichen verraten. Dazu restaurierte Wegstöckel, Bauerngärten und Weiden- herrlich. 

Blick zurück nach Schönlinde
altes Umgebindehaus
Wandern mit sich permanent ändernder Aussicht
bunte Wiesen
Wegstöckel; dieses muss ziemlich alt sein, die Inschriften waren noch Latein
…mit einem weissblauen Himmel
ich bin auch mal zu sehen
Blick Richtung Elbtal
Kuckuck!
Margerite
noch ein schönes Umgebindehaus
altes Fabrikgebäude in Schönlinde, durch Farbverfremdung etwas aufgehübscht