Das verlängerte Wochenende flogen wir nach Vilnius, der Hauptstadt Litauens. Ryanair brachte uns hin, Air Baltic zurück. Gerade mal 537.000 Einwohner leben hier, die Stadt kam uns allerdings viel kleiner vor. Zu Fuß kann man alles Wesentliche gut erkunden. Da mein Kollege Nils gerade für ein halbes Jahr hier dienstlich zu tun hat, haben wir ihn natürlich jeden Tag getroffen und gemeinsam etwas unternommen. Vilnius hat einen schönen Altstadtkern, der zum UNESCO-Welterbe zählt. Zahlreiche barocke Gebäude, nicht alle davon schon renoviert, prägen das Bild. Aber auch die russischen Einflüsse sind deutlich zu sehen (und zu hören). Nachfolgend ein paar Aufnahmen vom ersten Tag, dem Himmelfahrtstag.
Rathaus und Hotel AstoriaBuchstände vor der orthodoxen Kirche Šv. Paraskevijos cerkvėin der Kathedrale der Himmelfahrt der GottesmutterGrenze der Stadtrepublik UžupisBrücke nach UžupisMeerjungsfrau am Fluss VilnaDie Vilna, Namensgeberin von VilniusStreetart in UžupisUžupis- morbider CharmeEngel von Užupis, der Trompete spielend die Erneuerung und die künstlerische Freiheit des Stadtteils symbolisiert. Seither wird Užupis auch „Engelsrepublik“ genannt.Užupis- HinterhofidylleUžupisauf dem Hügel der drei KreuzeBlick über Vilnius, mit Fernsehturm am HorizontBlick auf den AltstadtHochhausviertel nördlich des Flusses NerisGedimino-Turm auf dem gleichnamigen HügelBlick zurück zu den drei KreuzenNationalflaggeKathedrale von VilniusKathedrale Sankt Stanislausan Restaurants mangelt es nichtTurm der JohanniskircheDas Fahrradsystem von VilniusSt. Kasimir-KircheBarockKatharinenkircheBrunnenDetailabendliches Rathaus
Ich hätte es ja nicht erwartet, aber mich hat eine Stadt in Sachsen-Anhalt so richtig zum Gruseln gebracht. Aber der Reihe nach. Nach einer Familienzusammenkunft aus weniger schönem Grund wollten wir, wenn wir schon so weit in den Süden fahren (Thüringen), auch das Wochenende nutzen und eine Stadt erkunden, in der wir noch nie waren. Die Wahl fiel auf Weißenfels. Keine Ahnung was mich dabei geritten hat, wohl die vielversprechenden Fotos eines mittelaterlichen Stadtkerns samt Schloß, an der Saale gelegen. Immerhin, unsere Unterkunft „Hotel Restaurant Jägerhof“ war toll, gelegen in einen mittelalterlichen Gebäude mit dicken Mauern, und einem Restaurant mit erstaunlich guter Küche. Unser Streifzug durch die Innenstadt war dann eher ernüchternd. So schlimm sah es nicht mal in Zittau zu DDR-Zeiten aus. Eine komplett tote Innenstadt in der fast niemand wohnt, abbruchreife, teils historische Gebäude, seltsame Gestalten die biertrinkend in Jogginghose herumsitzen und einem interessiert hinterhergucken, Brrr…. Dazwischen einige wirklich interessante Gebäude, zum Beispiel das Geleitshaus, in welchem der Leichnam des Schwedenkönigs Gustav Adolfs II. nach seinem Tod in der Schlacht bei Lützen hier seziert und einbalsamiert wurde. Die Stadt hat echt Geschichte zu bieten, Novalis war hier tätig, Händels muskalisches Händchen wurde entdeckt, Bach hatte in der Schlosskirche zu tun, die Liste der Persönlichkeiten ist lang. Um so schlimmer, was aus dieser Stadt geworden ist. Da wundert es nicht, dass auffällig viele Autos mit Deutschlandfahnen geschmückt durch die Gegend fahren. Privilegiert durch Geburt… Ernüchtert sind wir zum Hotel zurückgekehrt, haben gut gegessen und sind dann am Sonntag 20 km entfernt erstaunt gewesen, das absolute Kontrastprogramm zu erleben. Dazu aber später… Weißenfels können wir allerdings keinem als Zwischenstopp empfehlen. Lieber etwas weiter fahren…
Detail am GeleitshausKunst kaschiert RuinenInnenstadt Weißenfels von obenSchloss Weißenfels von seiner SchokoladenseiteBerühmtheitenliste an der Schlosskircheauch so sieht das Schloss aus…Schlosszufahrt, seltsamerweise hat man an renovierten Teil des Schlosses alles, aber wirklich alles grau angepinseltbarocker Marstall des Schlosses, einsturzgefährdetverwachsenes Haus an der Schlossmauerhier kommt jede Hilfe zu spät, eingestürztes mittelalterliches Gebäudeob das noch politisch korrekt ist 😉 ? Symbol an der MohrenapothekeSchloss WeißenfelsDetail in der InnenstadtWeißenfels, zusammenfallende GebäudeWeißenfels, zusammenfallende GebäudeWeißenfels, zusammenfallende GebäudeWeißenfels, zusammenfallende GebäudeWeißenfels, zusammenfallende Gebäudehistorisch interessant, und doch abgeranzt…ein toller Brunnen, der uns sehr gefiel; hier konnte man die Brunnenfiguren bewegenWeißenfels, zusammenfallende GebäudeWeißenfelser SchusterjungeNovalis-Denkmal
Heute meinte es das Wetter endlich gut mit uns. Wir nutzen die Gelegenheit, eine Wanderempfehlung aus Björns Wandertipps auszuprobieren. Von Rittersdorf (Rytířov) aus wanderten wir zunächst eine schmale, kaum befahrene Straße nach Hortau (Lesná). Alles steht hier in Blüte, die Wiesen voller Schaumkraut und Schlüsselblumen, an den Feldrändern blühen Kirsch- und Schlehenbüsche, die Wälder weiß von Buschwindröschen und blau vom gefleckten Lungenkraut. Über die Wiesen konnte man bis zum Lausitzer Gebirge schauen, unter einer für uns völlig unbekannten Perspektive. Von Hortau machten wir wegen eines Caches einen kleinen Umweg zur Netterskoppe, einem Berg, von dem man einst schöne Aussichten ins Elbtal genießen konnte, und der daher gekrönt war von einer Bergbaude. Aussicht und Baude sind Vergangenheit, ein Abstecher lohnt trotzdem. Highlight der Wanderung war der Aufstieg zum Sperlingstein (Vrabinec) über der Elbe. Auf dem Basaltfelsen gab es früher eine Burg. Heute hat man von oben herrliche Aussichten auf das Böhmische Mittelgebirge und das Elbtal. Etwas klettern muss man allerdings, und schwindelfrei sein. Nach Abstieg hinunter zur Elbe liefen wir die Elbhangdörfer Nieder Welhotten (Přední Lhota) und Babutin (Babětín) entlang bis Tichlowitz (Těchlovice nad Labem) und Pschüra (Přerov) von wo wir knapp 400 Höhenmeter zum verlassenen Dorf Wittine (Vitin) aufstiegen. Von dort ging es weiter Richtung Zinkenstein (Buková hora) bis auf knapp 600 Höhenmeter und in großem Bogen zurück nach Rittersdorf. 21,9 km standen zu Buche, das durfte nach Rückkehr mit einem für oberlausitzer Verhältnisse gutem Abendessen in der Bielebohbaude gefeiert werden.
überall Schlüsselblumendie Hecken blühenBlick zum Lausitzer Gebirge mit Kleis am HorizontAufstieg zur NetterskoppeReste der ehemaligen Baude auf der NetterskoppeAussichtenunbekanntes KrautSperlingsstein in SichtweiteBlick zurückoben auf dem SperlingssteinBlick nach Tetschen-Bodenbachwie eine Eisenbahnplatte…ElbschleifeAndré auf dem SperlingsteinSperlingsteinAuf dem SperlingsteinSperlingsteinKlettererAbstiegWegstöcklEin Friedhofsbesuch darf nicht fehlenstattliche Ruine am anderen ElbuferSperlingstein von fernAufstieg nach WittineAusblicke unterwegsriesige Linden im verlassenen Dorf WittineWeg zum Zinkenstein (mit Fernmeldeturm)FernsichtHaus in RittersdorfTrack
Dieses Jahr hatten wir zu Ostern die Patenkinder zu Besuch. Auf eine Fahrt ins Ferienhaus verzichteten wir wegen des Wetters. Stattdessen bespaßten wir die Beiden in Berlin, und machten einen Ausflug zu meinen Eltern, um ihnen beizubringen, wie man mit Wachstechnik Ostereier so richtig schön bemalen kann. Hier ein paar Aufnahmen der Kinderbespaßung.
Karfreitagswanderung zum Kähnsdorfer Seeob diese Blüten den angesagten Nachtfrost überstehen???Waldspielplatz Krumme LankeWanderung am heimischen SchlachtenseeTalea findet ein Vogelnestfrecher Fischreiher am SchlachtenseeUtensilien zum Ostereierbemalen in Schwarzheidewissbegierige MalschülerOstersonntag mit Eiersuche auf Terrasse und im Garten in BerlinNaturkundemuseumNaturkundemuseum Berlindie Spinne im NetzKletterübungenim Yehudi-Menuhin-ParkMuseumsdorf DüppelBauerngarten im Museumsdorf Düppeldie Erklärfrau erklärt LakritzkrautArmbrustschießenStockbrotMusike gab es auchWeg zurück nach Hause
Heute ist uns wieder mal klar geworden, in welch schöner Gegend wir doch wohnen. Grüne Wälder, viel Wasser und dazwischen Schlösser, Parks und klare Seen. Mit der BVG-Fähre fuhren wir heute Morgen nach Kladow, von dort mit dem Rad über Potsdam zurück. Das sind dann immerhin 53 km. Wir passierten die Insel Imchen mit ihren hunderten Seevogelnestern, das Meedehorn mit Blick auf die Pfaueninsel, den Schlosspark Sacrow samt Heilandskirche, staunten über die ausgedehnten duftenden Buchenwälder mit frischem Bärlauchunterwuchs, umrundeten Lehnitzsee und Krampnitzsee, versuchten vergeblich in der Neuen Meierei am Neuen Garten ein Platz im Biergarten zu erwischen, hatten dann Glück im Bürgershof in Klein Glienicke, fuhren an der Havel zurück nach Wannsee und genossen auf der heimischen Terrasse die Sonne bei Keksen und Kaffee. Ein Bad im Schlachtensee und ein Tafelspitz in der Fischerhütte rundeten den Tag ab.
Zu Hause kann nicht weit sein, der Schäferbergturm ist noch zu sehenHaveluferHeilandskirche Sacrowkein Wassertaxi in Sichtda hinten ist die PfaueninselHaveluferdie Glienicker Brücke kommt in SichtHavel an der HeilandskircheAndré genießtHeilandskirche SacrowSchlosspark SacrowSchloss SacrowLerchenspornHasengraben Potsdam, fast wie im Spreewaldein Bier und Obatzda im BürgersgartenHeilandkirche Sacrow vom gegenüberliegenden UferMoorlakeSeehaase WannseeFlensburger Löweam heimischen SchlachtenseeBadefreuden im AprilAbendessen in der FischerhütteTrack