Ausflug zum Wörlitzer Park

Heute sollte im Süden von Berlin das eher bessere Wetter sein. Um die Laubfärbung noch einmal zu genießen, fiel mir der Wörlitzer Park ein. Dort war ich ewig nicht mehr, und André noch nie. In knapp einer Stunde waren wir dort, und die ersten auf dem Parkplatz. Der Park gehört zur UNESCO-Welterbestätte Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Zahlreiche Wasserläufe und Seen durchziehen das ausgedehnte Areal, immer wieder gibt es herrliche Sichtachsen zu Brücken, Tempeln und italienisch anmutenden Gebäuden. Nach unser Runde schauten wir uns noch etwas im Ort Wörlitz um. Nach gemächlichen 8,2 km beendeten wir unseren Spaziergang.

Gotisches Haus
Floratempel
Kettenbrücke
in den weit verzweigten Katakomben
Venustempel
Blick zurück zum Venustempel
Detail am „Warnungsaltar“
herbstlicher Wasserlauf
Pantheon
„Georgenkanal“
„Rotes Wallhaus“ am Deich
Herbstfarben
Piemonteser Bauernhaus
Villa Hamilton mit „Vesuv von Wörlitz“, der auch manchmal zum „Ausbruch“ kommt
unter dem Vesuv
Kormoran beim Sonnenbad
Goethefelsen und Gothisches Haus
Blick zum „Bibelturm“
Schloss Wörlitz
Schloss Wörlitz
„Küchengebäude“ mit Restaurant
Pfarrhaus
altes Haus in Wörlitz
Große Tore in der Stadt
„Eisenhart“
historischesGasthaus „Zum Eichenkranz“
Gondelhafen
Runde durch den Park

Stipvisite in Quedlinburg

Heute haben wir einen Ausflug nach Quedlinburg gemacht. Die Stadt, welche seit dem Jahr 994 Stadtrecht besitzt, wartet mit einer Vielzahl von Sehenswürdigkeiten auf. 1994 brachte ihr das den Weltkulturerbetitel ein. Über 2.000 Fachwerkhäuser sind zu sehen, das Renaissance-Rathaus, die Roland-Statue, alte Keller, Gewölbe, Barocksäle und natürlich Kirchen. Zur Stiftskirche auf dem Schlossberg führte uns heute Morgen der erste Weg. Das Gebäude  war früher Kirche des Quedlinburger Damenstiftes, in der Krypta liegen bis heute die sterblichen Überreste Heinrichs des I., welcher 936 verstarb. Deshalb wurde die Kirche unter Heinrich Himmler von der SS konfisziert und zu einer „SS-Weihestätte“ umfunktioniert. Hier soll selbiger mit der ihm eigenen Art von Größenwahn mit König Heinrich I. Zwiesprache gehalten haben. Für die Nazis war Heinrich ein spätgermanischer Führer und eine Stifterfigur des deutschen Volkes. Leider darf man in der Krypta nicht fotografieren, wohl um zu verhindern, dass die Ewiggestrigen sich hier ablichten.

Interessant ist die Geschichte des Domschatzes von Quedlinburg, welcher heute als einer der bedeutendsten Schätze Deutschlands gilt. Der vorwiegend aus Reliquen bestehende Schatz wurde 1945 von einem amerikanischen Leutnant gestohlen und per Feldpost in die USA gebracht. Erst 1993 kam er nach einer Odyssee fast vollständig wieder zurück. Leider auch hier Fotografierverbot, aber wie so oft ist die Geschichte des Schatzes interessanter als die klunkerübersähten Reliquien.

Nach einem Stück Käsekuchen in der Käsekuchenschmiede und einem ausgedehnten Spaziergang durch die Altstadt fuhren wir zurück nach Hause.

„halbes Haus“ am Schlossberg

diese Damen zeigten uns nur ihre Hintern

am Schlossberg

weise Sprüche

Dachlandschaft

Stiftskirche Quedlinburg, Welterbe und geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention

romanisches Kapitell

Bett und Fotograf

Blick von Schlossberg über die Stadt

„Schweinehund“-Türklinke an der Stiftskirche

Türme der Stiftskirche

Blick von der Neustädter Wache

Felsen der Schlossbergklippen

Schlossberg mit Stiftskirche vom Münzberg aus gesehen

stehen gebliebene Zeit

riesige Tore in der Altstadt

schiefe Häuser in der Blasiistraße

Hirtenjunge mit Hund auf dem Schachtbrunnen

Markt mit letzten Marktständen des Tages

Rathaus

Roland

reich verzierte Häuser am Markt

Portal einer Ruine

Adler-u. Rats-Apotheke

dunkle Gasse (Jüdengasse)

zurück zum Markt

Ratskeller

Ein Stadtviertel mit dem Namen „Hölle“ gibt es oft, so auch hier

Weg zur Hölle

Häuser in der Hölle

Toreinfahrt

schief aber schön

Auf der Heimfahrt zeigte sich der Blocksberg am Horizont (glauben wir…)

Gruseln in Weißenfels

Heinrich-Schütz-Haus in Weißenfels

Ich hätte es ja nicht erwartet, aber mich hat eine Stadt in Sachsen-Anhalt so richtig zum Gruseln gebracht. Aber der Reihe nach. Nach einer Familienzusammenkunft aus weniger schönem Grund wollten wir, wenn wir schon so weit in den Süden fahren (Thüringen), auch das Wochenende nutzen und eine Stadt erkunden, in der wir noch nie waren. Die Wahl fiel auf Weißenfels. Keine Ahnung was mich dabei geritten hat, wohl die vielversprechenden Fotos eines mittelaterlichen Stadtkerns samt Schloß, an der Saale gelegen. Immerhin, unsere Unterkunft „Hotel Restaurant Jägerhof“ war toll, gelegen in einen mittelalterlichen Gebäude mit dicken Mauern, und einem Restaurant mit erstaunlich guter Küche. Unser Streifzug durch die Innenstadt war dann eher ernüchternd. So schlimm sah es nicht mal in Zittau zu DDR-Zeiten aus. Eine komplett tote Innenstadt in der fast niemand wohnt, abbruchreife, teils historische Gebäude, seltsame Gestalten die biertrinkend in Jogginghose herumsitzen und einem interessiert hinterhergucken, Brrr…. Dazwischen einige wirklich interessante Gebäude, zum Beispiel das Geleitshaus, in welchem der Leichnam des Schwedenkönigs Gustav Adolfs II. nach seinem Tod in der Schlacht bei Lützen hier seziert und einbalsamiert wurde. Die Stadt hat echt Geschichte zu bieten, Novalis war hier tätig, Händels muskalisches Händchen wurde entdeckt, Bach hatte in der Schlosskirche zu tun, die Liste der Persönlichkeiten ist lang. Um so schlimmer, was aus dieser Stadt geworden ist. Da wundert es nicht, dass auffällig viele Autos mit Deutschlandfahnen geschmückt durch die Gegend fahren. Privilegiert durch Geburt… Ernüchtert sind wir zum Hotel zurückgekehrt, haben gut gegessen und sind dann am Sonntag 20 km entfernt erstaunt gewesen, das absolute Kontrastprogramm zu erleben. Dazu aber später… Weißenfels können wir allerdings keinem als Zwischenstopp empfehlen. Lieber etwas weiter fahren…

Detail am Geleitshaus

Kunst kaschiert Ruinen

Innenstadt Weißenfels von oben

Schloss Weißenfels von seiner Schokoladenseite

Berühmtheitenliste an der Schlosskirche

auch so sieht das Schloss aus…

Schlosszufahrt, seltsamerweise hat man an renovierten Teil des Schlosses alles, aber wirklich alles grau angepinselt

barocker Marstall des Schlosses, einsturzgefährdet

verwachsenes Haus an der Schlossmauer

hier kommt jede Hilfe zu spät, eingestürztes mittelalterliches Gebäude

ob das noch politisch korrekt ist 😉 ? Symbol an der Mohrenapotheke

Schloss Weißenfels

Detail in der Innenstadt

Weißenfels, zusammenfallende Gebäude

Weißenfels, zusammenfallende Gebäude

Weißenfels, zusammenfallende Gebäude

Weißenfels, zusammenfallende Gebäude

Weißenfels, zusammenfallende Gebäude

historisch interessant, und doch abgeranzt…

ein toller Brunnen, der uns sehr gefiel; hier konnte man die Brunnenfiguren bewegen

Weißenfels, zusammenfallende Gebäude

Weißenfelser Schusterjunge

Novalis-Denkmal