Georgewitzer Skala

Irgendwie wird man bei diesem Wetter meschugge. Die letzen Schneereste sind weggetaut, es nieselt aus dem Grau und richtig hell wird es auch nicht mehr. Dazu dieser Wind- eigentlich kein Wetter zum rausgehen. Aber etwas bewegen müssen wir uns. Da Berge nicht angeraten scheinen wählen wir ein Tal- die Georgewitzer Skala. Skalen sind Felsdurchbruchstäler und hier in der Gegend relativ häufig. Das Wort „skała“ ist sorbisch und bedeutet Felsen.  Meist gibt es im Bereich der Skalen uralte Wallburgen und heidnische Ritualplätze. Wir lassen das Auto in Georgewitz stehen, laufen bis zur „Gemauerten Mühle“ und von dort auf der anderen Seite des Löbauer Wassers wieder zurück.

das Löbauer Wasser durchbricht die Gröditzer Skala
die „Gemauerte Mühle“
einst ein beliebtes Ausflugslokal…
Ziegen-Gnadenhof an der Mühle
flüchtende Rehe, viel Grün zum Futtern
heidnischer Opferplatz
diese Sage gibt aber auch wirklich überall, wo ein kleiner Felsen ragt
steilere Wegstrecke auf dem Rückweg

Über Vulkane und Maare

ehemaliger Basaltbruch am Schafberg, Basaltsäulen, aus einem Lavasee entstanden

Große Wanderungen kann André noch nicht machen, aber eine kleine „Testwanderung“ über reichlich 5 km wollten wir heute versuchen. Es ging nach Baruth (bei Bautzen), wo wir das Baruther Maar besuchen wollten. Das Maar wurde durch Zufall bei gravimetrischen Vermessungen in DDR-Zeiten entdeckt. Auf den ersten Blick ist es nicht zu sehen, da es verlandet ist. Eine negative kreisrunde Schwereanomalie deutete auf ein Maar in der ohnehin als vulkanisch aktiv bekannten Gegend hin. 1998 brachte eine Forschungsbohrung Gewissheit. Vor 28 Millionen Jahren stieg hier Magma auf, verursachte gigantische Explosionen bei Grundwasserkontakt und hinterließ einen See im Explosionskrater, der anschließend verlandete. Der Geopfad „Baruths heiße Vergangenheit“ führte uns nicht nur zum Maar, sondern auch zum Basaltsteinbruch samt ehemaliger historischer Brecheranlage, auf die Gipfel des Schafbergvulkans sowie der Preussenkuppe mit der stolzen Höhe von 197 Metern. Glücklicherweise sind wir zeitig los, denn es wurde wieder ein heißer Tag mit 35 Grad im Schatten.

Pfarrhaus Baruth
Grab eines Mediziners
Gegend um Baruth, fest in Griff der Dürre
ein sogenannter Rundhöcker mit Schleifspuren aus der Eiszeit
Infotafeln mit Blick auf das Maar
Maar, wer denkt hier schon an einen riesigen Explosionskrater?
Eichenallee zum Schafberg
Bitte nicht füttern
ehemaliges Basaltwerk am Schafberg
ehemaliges Basaltwerk am Schafberg
auf der Preussenkuppe; hier vertrocken sogar die Bäume
könnte auch am Ätna liegen
Schafbergsee, Rest des Basaltbruchs

in der Neustädtler Skala

Am Sonntagvormittag war vor der Heimreise eine kleine Wanderung geplant. Wir suchten uns die Neustädler Skala aus, die wir bisher noch nicht besucht hatten. Skala nennt man in der Oberlausitz Felstäler, angelehnt an slawische Wort für Stein/Felsen. Wir ließen das Auto in Bocka stehen und liefen nach Neustädtel, von dort über Wiesen nach Ostro (Wotrow), umrundeten die Ostrower Schanze und liefen im Tal am Klosterwasser entlang zum Ausgangspunkt zurück. Bemerkenswert ist die Ostrower Schanze, ein Burgwall, mindestens 3.000 Jahre alt und etwas hochspurig als „Sächsisches Troja“ bezeichnet. Am Klosterwasser entlang erreichten wir wieder den Ausgangspunkt.

Straße nach Neustädtel
Ostroer Schanze von unten
Blick nach Ostro, im Hintergrund das Kloster Panschwitz-Kuckau
altes Haus in Ostro
Inneres der Ostroer Schanze
Frühling
am Klosterwasser, Gutshaus Neustädtel
imposante Bäume
hier saß lange keiner…
Klosterwasser in der Skala
bei Bocka
Rittergut Bocka
Wanderrunde über 6,3 km

von der Drehsaer Schweiz zum Monumentenberg

Unterwegs an der Lochbergaussicht bei Schönbach

Heute erkundeten wir die uns noch unbekannte Drehsaer Schweiz sowie den Monumentenberg. Drehsa überraschte uns mit einem renovierten Schloss, welches allerdings leersteht, sowie einem schönen Aussichtsturm, welcher einmal ein Wasserturm war. Von Schloss aus machten wir eine kleine Wanderung durch den Park, wo wir einen Esskastanienbaum fanden und die Taschen mit „Maroni“ füllten. Die interessieren hier offensichtlich niemanden- gut für uns. Der Spaziergang führte uns durch die Drehsaer Schweiz, ein kleines Durchbruchstal mit ein paar Felsen und vereinzelt aufgestellten Sagenfiguren. Auf unglaublichen Umwegen wegen furchtbar ausgeschilderten Straßensperrungen erreichten wir den Monumentenberg, den wir schon von früher kannten. Hier wollten wir die gute Sicht genießen.

unterwegs: Hochkirch
Windmühle Rodewitz vor den Schwaden vom Kraftwerk Boxberg
alter Wassertum Drehsa, heute Aussichtsturm
in der Drehsaer Schweiz
Siegfriedfigur
Fürstengruft
Schloss Drehsa
Monumentenberg mit Aussichtsturm
namensgebendes Monument
Blick vom Turm auf den Stausee Quitzdorf
Blick zu den Königshainer Bergen

klassische Radrunde durch den Zipfel

Eine Radrunde nach Steinigtwolmsdorf und zurück über den Schluckenauer Zipfel stand heute auf dem Programm. Knapp 46 km und 560 Höhenmeter standen am Ende auf dem Tacho, nicht viel und doch anstrengend bei schwülen 27 Grad. Traditionell stärken wir uns auf dieser Runde mit gebratenem Käse und einem Bier im „U Pytláka“ in Hainspach (Lipová), so auch dieses Mal. Neuerdings gibt es hier Bier aus der Zwickauer Brauerei, was mir wesentlich besser schmeckte als Urquell. Rechtzeitig vorm Gewitter waren wir wieder zurück.

idyllisches Haus in Wehrsdorf
Wehrsdorf
Steinigtwolmsdorf
zwischen Hilgersdorf (Severní ) und Hainspach
bunte Schafsherde, hier retteten wir zunächst ein dummes Schaf, welches sich mit dem Kopf im Zaun verfangen hatte
Haus mit Kapelle in Röhrsdorf (Liščí)
ein schönes allsehendes Auge für meine Sammlung
Warten auf André
Zwickauer Bier
U Pytlak
Schloss Hainspach, noch eine Ruine
Kirche Hainspach
das nenne ich mal Ferienlager! Toll!
Rast in einer Kapelle bei Schluckenau
Landkärtchen (Sommergeneration)
heutige Runde