Zwischen Kleis und Klutschken

Was für ein Wetter! So gar nicht April, eher Juni. 24 Grad und Sonne, da muss man raus. Wir wollten wieder wandern, dazu starteten wir oberhalb von Blottendorf (Polevsko) am Wanderparkplatz an Knäspels-Kapelle. Schon von hier hat man eine herrliche Aussicht auf das Lausitzer Gebirge mit Ortelsberg, Roll (Ralsko), Tölzberg (Tlustec) und natürlich den markanten Kegel des Kleis (Klíč) . Die Fernsicht war heute leider nur mittelprächtig, den Jeschken (Ještěd) samt Turm konnte man nur noch erahnen. Zunächst wanderten wir zum Blottendorfer Berg, weiter an der Südseite des Buchberg (Malý Buk) entlang zum Bärenfang (Medvědí hůrka)  und dann im Abstieg bis zum herrlichen Waldsee „Jezirko“. Wenn man auf einen Gipfel will, muss man auch wieder mal aufsteigen. Also 300 Höhenmeter hinauf zum Kleisgipfel (760 m) mit seiner 360-Grad Panoramasicht. Oben war viel Betrieb, so dass wir nach einem kleinen Picknick rasch abstiegen und gemütlich zurück nach Blottendorf wanderten. Auch den Gemsenborn (Kamzičí studánka) ließen wir wegen der vielen Wanderer aus. In Blottendorf tranken wir ein Bier bei einer total verpeilten Wirtin und liefen anschließend über das ehemalige Gasthaus Wachstein zum Klutschken mit seinem Steinbruch, wo man imposante Basaltsäulen sehen kann. Über Wiesen ging es dann gemütlich zurück zum Auto. Der Track kann hier heruntergeladen werden: Klick

Der Kleis, da wollen wir rauf. Rechts daneben im Dunst der Jeschken.
uriges Wegstöckel im Wald am Bärenfang
Rast am Waldsee Jezirko oberhalb von Röhrsdorf
Eichelhäher
altes Wasserwerk
Schnitzerei an einen Haus in Röhrsdorf
Röhrsdorf
sinnige Sprüche
Das oben gab es einmal ein Restaurant im Kuhstall. Jetzt leider nicht mehr
Da unten am Haus wurde mir mal ein Auto geklaut, was ich seinerzeit nicht witzig fand…
Aufstieg zum Kleis
erste Aussichten mit Tannenberg (Jedlova)
rechts in der Mitte der Doppelgipfel des Hochwalds, da wollen wir morgen hin. Über den Gipfel geht die Grenze D/CZ.
Oben. Fast wie Fliegen.
Betrieb auf dem Gipfel
Abstieg über die Westroute
herrlich das frische Grün
auf Blottendorfer Fluren, der Kleis schon wieder von fern
emsige Bienen, die finden schon allerhand zum Sammeln vor
Janke-Kreuz
Reste des Denkmals für Friedrich Ludwig Jahn auf dem Wachstein
Weg zum Klutschken, unten lärmt die Fernstraße 13 Haida-Tetschen
Basaltsäulen am Klutschken, die hier besonders groß sind
Blick zum Himpelberg und zum Tannenberg
Abstieg
einstiger Dreiherrschaftspunkt der Kamnitzer, Bürgsteiner und Neuschlosser Herrschaft
Der recht imposanten Kreuzotter gefällt die Sonne auch.
nach 16,7 km zurück am Auto
Track

Neu Olisch- Loosdorf- Rosenkamm- Binsdorf- Neu Olisch

Endlich wieder wandern. Anregung zur heutige Runde lieferte wie so oft Björns Wandertipps. Von Neu Olisch (Nová Oleška) starteten wir zeitig am Morgen, die Natur war vom Regen der Nacht noch wie gewaschen. Wir liefen nach Loosdorf (Ludvíkovice) vorbei an einem Schießplatz, der  glücklicherweise nur in Anfängen in Betrieb war (auf dem Rückweg nervte uns dann das Geballere schon von fern). Bald erreichten wir die Abbruchkante des Sandsteinplateaus mit herrlichen Ausblicken auf das Elbtal und das weniger schöne Tetschen (Děčín). Die Sonne hatte inzwischen die Wolken vertrieben, 250 Meter unter uns lagen kleine Häuser, der Fluss, Bahnlinien und Brücken wie auf einer Eisenbahn-Spielplatte. Wir liefen auf der Kante ein paar Kilometer bis zum Rosenkamm, der sich mit 432 Metern ca. 300 Meter fast senkrecht über der Elbe erhebt. Hier machten wir Picknick an der Abruchkante und genossen die Frühlingsluft. Nach 19,2 km waren wir wieder zurück am Ausgangspunkt.

Dorfteich Neu Ohlisch
Neu Ohlisch
nasse Buschwindröschen
letzte Wolken vor dem Rosenberg
Weg nach Loosdorf
erste Schlüsselblumen
in der Nacht hat es geregnet
hinab nach Loosdorf
der Lerchensporn blüht
am Elbgrund
Felsenkiefer
André genießt
Nationalparkbahn CZ/DE
Wandern an der Abbruchkante entlang
Hinweisschild
„Berg“glück
Elbtal
Blick flussabwärts, wie klein die Elbe/Labe doch ist
Elbsandstein
Picknick auf dem Rosenkamm
Rückweg mit Blick auf die Kegelberge
Frühling
Wegstrecke

Im Tal der Eisfälle

Allein in Neusalza, eine Wanderung in Böhmen bei Sonnenschein, lange habe ich darauf gewartet. Ich fahre nach Schnauhübel (Sněžná) und stellte dort das Auto an der Wallfahrtskirche „Maria Schnee“ ab. Über  Langengrund (Dlouhý Důl) wandere ich in die Felsentäler der nordöstlichen Böhmischen Schweiz. Interessanterweise konnte ich trotz Temperauren um die 18 Grad noch mehrere Eisfälle bewundern. Die Wanderung war wegen vieler umgestürzter Bäume der letzten Stürme ziemlich anstrengend. Nach 12 km war ich wieder zurück am Ausgangspunkt.

Langengrund
einfache Wegstrecke
neugierige Kühe
Reste einer alten Burganlage
einer der vielen Eisfälle
schwierigere Wegstrecke
Kletterfelsen
Ausblicke
Matterhorn?
hier kam 1795 ein gewisser Joseph Genau ums Leben
Frühling
Weitblick
Wolfsberg (Vlčí hora) mit Turm
Wegkreuz
Blick ins Innere der Wallfahrtskirche
Track

 

Bei Hockewanzel in Oberpolitz

Mit der Überschrift kann vermutlich kaum jemand etwas anfangen. Einerseits weil Hockewanzel schon lange tot ist, und andererseits weil Oberpolitz heute Horní Police heißt. Hockewanzel, der eigentlich Wenzel Hocke hieß und Erzdechant in Politz war, ist für seinen sehr speziellen Humor bekannt. Humoristische Erzählungen über Hockewanzel waren damals unter den Deutschböhmen sehr populär. Unter anderem Otfried Preußler nutzte die historische Gestalt als Vorlage. Wir fuhren also heute nach Oberpolitz und besuchten zunächst Hockewanzels Gedenkstein, welcher am Weg zur Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung von Oberpolitz liegt und erst vor einigen Jahren restauriert wurde. Nach Besuch der eindrucksvollen, wenn auch etwas angestaubten Wallfahrtskirche wanderten wir zum Hutberg (Strážný vrch) mit seinem schönen hölzernen Aussichtsturm. Über Mertendorf (Merboltice) stiegen wir zur Südflanke des Steinberg (Kamenec) auf. Hier bestaunten wir die größte zusammenhängende Klingstein-Blockhalde des Böhmischen Mittelgebirges. Über immer noch blühende Wiesen liefen wir nach Oberpolitz zurück und waren nach 16 km wieder am Auto. Der Track zur Wanderung kann hier heruntergeladen werden.

morgendliches Licht an der Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung
die Engel in Kreuzgang sehen allesamt aus, als wären sie auf Speed
Kreuzgang
Erklärung in nächsten Foto
was für Geschichten!
Weg zum Hutberg
mit Brille wärs einfacher
Aussichtsturm auf dem Hutberg von fern
Weg durch Wiesen, immer weiter aufwärts
kleiner bunter Kletterkünstler
Blick von Hutbergturm
Klingstein-Blockhalden am Steinberg
auf dem Aussichtsturm
nur durch Leitern zu erklimmen
Aussichtsturm auf dem Hutberg, heute gut besucht
Mertendorf
Glockenturm der 1974 gesprengten Kirche in Mertendorf
Mertendorf
dieses Jahr war ja ein gutes Kürbisjahr Anneliese!
Blockhalden von Nahem
Am Steinberg
am Horizont die Kirche von Klein Bocken (Malá Bukovina)
Abstieg nach Oberpolitz
Haus in Oberpolitz mit Observatorium (!!!)
kleiner Fuchs auf Herbstastern
man sollte nicht in alle Mauerlöcher der Wallfahrtskirche hineinblitzen! Was zur Hölle ist das???
Hockewanzels Gedenkstein, sein Grab liegt weiter oben
Blick zurück
retstaurierte Kirche hoch oben in Klein Bocken. Hier war Hockewanzel einst Pfarrer.
Auf dem Friedhof Klein Bocken
Heutige Runde

klassische Runde um Dittersbach

Wenn man Gäste hat, will man ihnen natürlich auch die Highlights der Gegend zeigen. Nach der gestrigen Runde mit Micha um Bürgstein (Sloup v Čechách) fiel uns sofort Dittersbach (Jetřichovice) ein. Die klassische kleine Runde zum Marienfels (Mariina skála), Balzers Lager, Wilhelminenwand (Vilemínina stěna) und Rudolfstein (Rudolfův kámen) begeisterte bisher die Meisten. Am Brückentag war Dittersbach von deutschen Wanderern gut besucht. Zumal das Wetter viel besser war, als von den Propheten vorhergesagt. Es war zwar diesig, aber streckenweise sonnig, so dass die erste Laubfärbung gut zur Geltung kam.

Weg zum Marienfelsen
einige in den Fels gehauene Stiegen
Aussicht vom Marienfelsen, etwas getrübt
Schutzhütte auf dem Marienfelsen
Micha und André beim Abstieg
gut dass unsere Altvorderen die Wege freigemeißelt haben
Werden und Vergehen
Rast in Balzers Lager

Aussicht von der Wilhelminenwand auf den Marienfels
Namensgeberin Wilhelmine Kinsky
Micha beim Abstieg

Aussicht zwischendurch
getrübter Blick zum Rosenberg
Weg zum Rudolfstein
da hoch geht es
nach etwas Kraxelei sind wir oben
auf dem Rudolfstein
Blick zurück
Rast
der Rudolfstein von unten
endlich goldener Herbst
Weg zurück nach Dittersbach
Herbst
am „feinen Pinkel“

Trackaufzeichnung der eher leichten Runde