Rund um Mergthal und Limberg

der Hochwald grüßt, Turm und Hochwaldbaude sind sichtbar

Ich bin allein in Neusalza und nutze die Zeit für Gartenarbeit und eine längere Wanderung. Ich starte am Oberen Teich (Horní rybník) in Kleinmergthal (Mařeničky). Querfeldein und mit einigen Klettereien erreiche ich die ehemalige Neumannmühle (Neumannův mlýn), von der einige Ruinen zu sehen sind. Weitaus interessanter sind die Wasserbauwerke, lange begehbare Tunnel, durch die einst Wasser des Hammerbaches durch die Sandsteinfelsen zur Mühle geleitet wurden. An die 200 Meter im Dunkeln mit Handy-Taschenlampe habe ich mich vorgewagt, dann verließ mich aber der Mut weiterzugehen. Ich wandere weiter zur Kalvarie von Großmergthal (Kalvárie Mařenice). Wie immer bin ich allein, kaum jemand geht freiwillig den recht anstrengenden Aufstieg zur Kapelle auf dem Berg. Danach umrunde ich den Limberg (Jezevčí vrch). Nach gut 18 km bin ich wieder zurück am Ausgangspunkt.

der Ginster blüht dieses Jahr üppig
Reste der Neumannmühle
Tunneleingang
Tunnelabschnitt mit Fenster
mäandernder Zwittebach (meandry Svitávka )
Christus- Felsrelief an der Neumannmühle
Haus in Antonienthal (Antonínvo Udoli)
Blaubeerwald, leider dieses Jahr ohne Früchte, sind alle erfroren
Brücke über den Zwittebach
kleine Felskapelle
Tal des Zwittebaches
Wiesenknopf
Häuser in Großmergthal
der perfekte Kegel des Kleis (Klíč) in der Ferne
Großmergthal mit Kirche und Lausche in Hintergrund
arg verwitterte Statuengruppe auf dem Kalvarienberggipfel
Kalvarienkapelle
kleines unbekanntes Felstor, durch einen Geocache gefunden
am Hang des Limberges, blick zum Falkenbergkegel
Urteilsberg, Roll mit Burg sowie Bösige mit Burg
„unheimlicher“ Autofriedhof mitten im Wald
Felsenkeller
Felsen mit Geocache
zurück am Oberen Teich
heutige Runde

Rund um den Mittenberg

Rast am Limberg (Lipka)

Nach 14 Tagen wandern im Süden machten wir heute nach der Winterpause die erste Runde in unseren geliebten Nordböhmischen Bergen. Da der Tag nach den gestrigen Wolkenbrüchen eher semioptimal begann, wählen wir eine uns gut bekannte Tour um den Mittenberg (Střední vrch) bei Steinschönau (Kamenický Šenov). Wir starten in Oberpreschkau (Horní Prysk) und suchen zunächst weglos ein uns unbekanntes Steinrelief (Turnerský kříž). Leider vergeblich. Möglicherweise waren die Koordinaten auf Mapy.cz nicht so genau. Die nassen Schuhe hätten wir uns jedenfalls sparen können. Wir laufen weiter über Mufflonwiese, Schäferberghang (Ovčácký vrch) und Auerhübel (Tetřeví vrch) Richtung Mittenberg. Leider lag die Felsspitze immer noch im Dunst, so dass wir auf den kraxeligen Aufstieg verzichteten. Am Herdstein vorbei geht es zur inzwischen verschlossenen Riedelhöhle (Riedlova jeskyně). Nach dem Abstieg nach Niederpreschkau ersteigen wir den Hutberg (Stráž) mit seinen zahlreichen Basaltauswürfen, die säulenförmig querliegend interessante Felsformen bilden. Wenige Meter weiter weicht der Basalt dem Sandstein. Einige Sandsteintürme bieten Kletterern Möglichkeiten. Auf Fuße kann man das Heilige Grab (Boží hrob) bewundern, eine in den Felsen gehauene Kapelle samt Kreuzweg zur „Heiligenkreuzquelle“ (Pramen Svatého Kříže). Der letzte Aufstieg führt zum Limberg (Lipka). Das ist ein kleiner Wiesenhügel über Preschkau mit einer Aussicht par excellence. Hier rasten wir und genießen die inzwischen scheinende Sonne. Nach moderaten 14 km sind wir zurück am Ausgangspunkt.

Oberpreschkau und der trübe Mittenberg
ab durch die nassen Buchenbüsche
nasse Wolfsmilch
am Mittenberg
hier fährt kein KFZ mehr
schräg
Blick ins Lausitzer Gebirge
Buchenallee zur Riedelhöhle
zwar verschlossen, aber ein Blick durch die Gitter ist erlaubt
Basaltfelsen am Hutberg
jetzt (!!!) ist der Mittenberg wolkenfrei und sonnenbeschienen
Heiligenhäuschen im Felsen
Aussicht
Gipfelkreuz auf der Steinschönauer Nadel
Sandstein
Heiliges Grab
hier endet ein neu hergerichteter Kreuzweg
Steinschönauer Nadel
Weg zum Limberg
André in einem Felsentor
Wegkreuz
Wiesenweg zum Limberg
Gewöhnliche Pechnelke
einfach nur schön, André genießt
weils so schön ist noch einmal
Abstieg
Trackaufzeichnung

Franzberg- Parlosa- Zautig-Birkigt- Falkenberg- Franzberg

Haus in Parlosa

Heute haben wir vor, 18 km in der Nähe von Tetschen (Děčín) zu wandern. Da wieder eine Anreise von knapp einer Stunde erforderlich ist, geht es zeitig los. Gut dass man beim Bäcker in Neusalza ab 05:30 Uhr Brötchen bekommt, so mussten wir beim Frühstück auf nichts verzichten. Startpunkt ist eine ehemalige Windmühle in Franzberg (Františkův Vrch). Schon von hier aus hat man eine herrliche Aussicht auf die Sächsische und Böhmische Schweiz. Wir wandern weiter nach Parlosa (Brložec), einem winziges Dorf auf einer Anhöhe, welches wir auf einer Wanderung 2015 schon einmal als Ausgangpunkt wählten. Von dort aus geht es weiter am Hang des Dobernberges (Dobrná) entlang durch herrliche alte Mischwälder bis zum Hutberg (Hlidka), den wir in weitem Bogen umrunden. Ein Abstieg über Wiesen bis zum wasserreichen Polzen (Ploučnice) bringt uns in Zautig (Soutěsky) hinunter auf eine Meereshöhe von 132 Metern. Bemerkenswert, da der tiefste Punkt der tschechischen Republik auf 115 Metern liegt. In Birkigt (Březiny) finden wir ein typisch tschechisches Lokal, wo wir uns vor dem Aufstieg zum Falkenberg mit einem Bier stärken. Über Wiesen geht es teilweise weglos hinauf, immer wieder bieten sich schöne Aussichten auf Tetschen. Am Waldrand genießen wir unsere geschmierten Brötchen, mit Weitblick, in der spätsommerlichen Sonne. Einfach nur herrlich. Nach recht ermüdenden 400 Höhenmetern ersteigen wir den Aussichtsturm auf dem Falkenberg (Sokolí vrch). Der Höhepunkt unser Wanderung. Die Rundumsicht vom 51 Meter hohen Turm ist spektakulär. Vom Erzgebirge über Elbsandstein, Lausitzer Gebirge, Jeschkengebirge, Milleschauer usw. ist man mittendrin. Der Abstieg nach Franzberg ist dann nur noch ein Klacks.

Blick von Parlosa zum Lausitzer Gebirge
frühmorgendliche nasse Wiesen in der Sonne
Abkürzung über Wiesen
indisches Springkraut
hier hatte der Borkenkäfer nur wenig Spielraum
der Polzen, hier aufgestaut für eines der zahlreichen Miniwasserkraftwerke
Polzenkanal zu einem kleinen Wasserkraftwerk
Aufstieg
Tetschen
Mittagspause
Aussichtsturm auf dem Falkenberg, der eher ein Punkt auf einer großen Hochfläche ist
Apfelblüte mit Äpfeln, verrückt
Blick zurück
Die Mühle von Franzberg im Blick
die zu einem Wohnhaus umgebaute Mühle
Trackaufzeichnung

Blaubeeren auf der Tafelfichte

auf dem Aussichtssturm der Tafelfichte

In diesem Jahr gibt es leider keine Blaubeeren. Zumindest nicht dort, wo wir sie immer gesammelt haben. Diese Kunst-Blaubeeren vom Feld sind nix für uns. Bei unserem letzten Besuch im Isergebirge Ende Mai haben wir am Wittighaus (Smědava) auf 1.000 Höhenmeter Blaubeerbüsche voller Blüten gesehen. Also fuhren wir heute wieder ins Isergebirge, dieses Mal nach Neustadt an der Tafelfichte (Nové Město pod Smrkem), um selbige zu erwandern und zwischendurch die Beeren zu pflücken. Und es war tatsächlich so, dass es in den tieferen Lagen keine einzige Beere zu finden gab, mit steigenden Höhenmetern immer mehr reife Früchte zu sehen waren. Nachdem wir unsere Gefäße gefüllt und ordentlich genascht hatten, bestiegen wir den zweithöchsten Berg des Isergebirges, die Tafelfichte (Smrk). 1.124 Meter ist sie hoch und bietet vom Aussichtsturm einen atemberaubenden Rundumblick. Zu sehen sind das Riesengebirge mit der Schneekoppe, der Jeschken, das Lausitzer Gebirge sowie das schlesische Isergebirgsvorland. Viele polnische Wanderer sind hier unterwegs, denn die Grenze ist nicht weit. Beim Abstieg besuchten wir den Sauerbrunnen (Pramen Novoměstská kyselka), eine kohlensäurehaltige Quelle mit etwas seltsam schmeckendem Wasser, welches im Mund prickelte.

Start der Wanderung
Blaubeerernte
Körnerdenkmal auf der Tafelfichte
Aussichtsturm auf der Tafelfichte
Isergebirge, rechts lugt der Jeschken über den Kamm
Blick hinüber zum Riesengebirge
Isergebirgsvorland, 700 Meter tiefer
Tafelfichte
Abstieg durch Blaubeeren
Quelle (Pramen mládí)
Wurzelweg
Geröllweg
Sauerbrunnen; vom Wasser soll man nicht mehr als einen Liter pro Tag trinken…
Na ja, wohlschmeckend ist was anderes
die Quelle war seit 1780 bekannt, als der Schmied Legler sie entdeckte
Quellhäuschen

Weydlichs Kapelle- Balzers Lager- Marienfels- Grieselteich- Paulinengrund

Weydlichs Kapelle

Hochsommerliche Temperaturen sind vorhergesagt, kann man da wandern? Ja, es ging. Am frühen Morgen ging es los, die Anstiege auf Balzers Lager (Balzerovo lezeni) und den Marienfels (Mariina skála) absolvierten wir bei noch moderaten Temperaturen. Das hatte zugleich den Vorteil, trotz Ferienzeit fast allein zu sein. Zudem bot sich vom Marienfels heute eine herrliche Fernsicht. Beim Abstieg kamen uns schon größere Wandergruppen entgegen und wir waren froh, weg zu sein. Über Dittersbach (Jetřichovice) liefen wir zum Grieselteich (Grieselův rybník), und dort durch den Tunnel zum Paulinengrund (Pavlino Udoli). Eine gute Wahl, denn hier spürte man die ansteigenden Temperaturen (bis auf 35 Grad) nicht so sehr. Auf den letzten Kilometern mussten wir zudem öfter durch den Bach waten, denn einen Wanderweg gab es hier nicht mehr.

alte Inschriften an einem in den Fels gehauenen Hohlweg
in der Ferne der Rosenberg
ein paar wenige Blaubeeren gibt es
Rast in Balzers Lager
Weg zum Marienfels
Aufstieg zum Marienfels
neue Treppenanlage
Blick in die gurgelnde Tiefe 🙂
Aussicht nach Dittersbach mit Rosenberg im Hintergrund
der neue Pavillon wurde anstatt der alten Hütte 2021 errichtet
da runter
Abstieg
Rüttelweihstein in Dittersbach
rechts der Marienfels mit Pavillon
Tunnel am Grieselteich, früher ein Wassertunnel einer Garnspinnerei
spielende Kinder im Bach
im Paulinengrund, auch hier Borkenkäferschäden
am Rande steile Felswände
im frischen Paulinengrund
eine der Bachdurchquerungen
verwachsener Weg (und viele Zecken)
im frischen Paulinengrund
heutiger Track