Für die Katz…

… scheint das Obst aus Werder zu sein. Ein Geocache führte uns heute nach Glindow (GC203B4) und dort bot sich uns das Bild riesiger Apfelplantagen, die offenbar nicht abgeerntet wurden. Scheinbar lohnt es sich nicht, nur frage ich mich, warum ich im Supermarkt nur italienische Äpfel bekomme. Dabei wird doch mit dem Obst, zumindest um Touristen geworben.

ein trauriges Bild

Heute Morgen bot sich immerhin ein schönes Bild. Zwar war es ganz schön kalt, als wir zum Geocache „Wüste Mark“ wanderten (GC1YREF), aber die tiefstehende Sonne verzauberte die Gegend irgendwie, sieht man mal von Geräusch der nahen Autobahn ab. Die „Wüste Mark“ war bis 1988 eine Exklave Westberlins. Die Ackerfläche wurde von einem Zehlendorfer Bauern bewirtschaftet, der mit einem Sonderpassierschein zum seinem Acker durfte. Im Zuge eines Gebietsaustausches fiel die Fläche an die DDR.

Diamanten im Mooskissen…

Diese Katze bewachte einen meiner Geocaches (GC1G2CR), bei dem wir heute eine „Wartung“ machten. Es handelt sich um eine Dose an einem frühgeschichtlichen Burgwall, dem sogenannten Bussenwall, den fast niemand kennt. Um an den Cache zu kommen, muss man zwei Baumarten bestimmen und eine Zahl finden. Das ist für viele Stadtbewohner fast eine unlösbare Aufgabe, da ja jeder Nadelbaum eine „Tanne“ ist. Zuletzt wurde die Dose Mitte Juli gefunden. Da musste ich langsam mal schauen, ob noch alles an Ort und Stelle ist.

Geocaching sorgt für Bombenalarm in Berlin

Gestern gab es Bombenalarm in Berlin-Lichtenberg. Unter einer Brücke fand man ein verdächtiges Objekt, aus dem Drähte hingen. Die Polizei sperrte für 2 Stunden die Frankfurter Allee und mehrere Gleise. Die Bombenspezialisten gaben nach 2 Stunden Entwarnung. „Es handelte sich wohl um einen so genannten Geocache – einen Behälter, der bei einer elektronischen Schnitzeljagd mittels GPS-Daten geortet werden kann.“

Wieder ein Beispiel, warum mir Geocachen in der Stadt keinen Spaß mehr macht. Was sind das für Leute, die an solchen Stellen Caches verstecken? Über sinnlos versteckte Dosen ohne Hintergrund an Orten, wo es rein gar nichts zu entdecken gibt, ist man in Berlin ja mittlerweile leider gewöhnt, aber so etwas wie in Lichtenberg lässt einen nur noch den Kopf schütteln. Scheinbar schalten manche Geocacher auf der Suche nach Verstecken das Hirn aus. Wen es interessiert, um diesen (mittlerweile archivierten) Geocache geht es –> GC1Y89D (mittlerweile ganz gelöscht).

In den Logs schreibt am 19. November schon jemand: „Na hoffentlich denkt nicht mal jemand, dass das eine Bombe ist“.

Immerhin gibt es auch Lustiges zu lesen, wie etwa in der Morgenpost — klick — in der sich ein Schreiberling über Geocaching auslässt. Der gute Mensch glaubt, es gäbe einen „Veranstalter“ für das Spiel (nennt er „Schitzeljagd“???), kann sich nicht vorstellen, dass die Anzahl der Caches wächst und glaubt, die Dosen wären allesamt aus Kunststoff und enthielten eine Medaille (Geocoin). Nun gut, dieser Stil passt ja auch irgendwie zum diesem Blatt.

Peak Brandenburg

Heute führte mich der Weg zurück nach Hause zunächst zu einem ziemlich großen Sühnekreuz verloren mitten im Wald, dann zu Pferden auf einem Feld bei Radeburg und schließlich auf den höchsten Berg Brandenburgs, dem Kutschenberg. Der ist immerhin 201 Meter hoch und gilt damit zu den Mittelgebirgen! Alles war natürlich gesteuert durch die Suche nach diversen Geocaches. Dann ging es zu Sieglinde und Rudi zum Gulaschessen, wo noch ein selbstgebackenes Brot abgestaubt wurde.

Das Sühnekreuz von Höckendorf

ländliche Idylle bei Bärwalde

Orgelsteinland


Nach der heutigen Hausbesichtigung (die mich veranlasste, mich nicht weiter für dieses Objekt zu interessieren), fuhr ich in den Schluckenauer Zipfel, um einige tschechische Geocaches zu machen. Der Zufall wollte es, an mehrere Orte geführt zu werden, wo riesige Basaltsäulen in ehemaligen Steinbrüchen zu bewundern waren. Oben sieht man die imposanten Formationen des Zlaty Vrch.

Dieser Felsen heißt Herrenhausfelsen und ist wohl der unter den Tschechen der bekannteste Felsen, da hier einige Märchenfilme gedreht wurden, die jedes tschechische Kind kennt.

Ein unbekannter Steinbruch mit nicht weniger interessanten Säulen.

An dieser Kalvarie hatten wir schon einmal einen Geocache gefunden. Vor Jahren war ich schon hier, als die Stationen und die Kapelle noch verfallen waren. Inzwischen ist alles renoviert. In der deutschen Wikipedia habe ich sogar einen Artikel über die Anlage geschrieben, so gefällt mir dieser Platz. Heute war durch die untergehende Sonne eine besonders schöne Stimmung…

Im Dunst zu sehen der Kleis, den ich heute mal nicht bestiegen habe. Irgendwie verbinde ich diesen Berg immer mit dem verschwundenen Bora, der mir damals am Fuße vor der Pension „Iveta“ geklaut wurde…

Der Wächter der Unterwelt

Nachdem Rudi und Sieglinde heute doch schon Vormittags das Heimweh packte, sind wir noch mal los, das schöne Spätherbstwetter ausnutzen. Wir wollten nicht weit weg, und so fiel mir ein Geocache in der Schönower Heide ein, der den spannenden Namen „Wächter der Unterwelt“ trägt und den ich schon einmal (wegen eigener Dummheit) vergeblich suchte. Da aber mein Kollege Palomas54 just diesen Cache gestern fand und mir am Telefon ganz begeistert von diesem Erlebnis erzählte, mussten wir dort hin.

So aus der Ferne sieht der Erlebnisraum ziemlich unspektakulär aus. Leider darf ich nicht allzuviel zeigen, sonst wird es für nachfolgenden Geocacher zu einfach, wenn sie diesen Blogbeitrag lesen. Hundert Meter vom Zugang entfernt sahen wir Leute sich so komisch herumdrücken, so dass wir erst einmal eine kleine Runde drehten. Dabei wurde uns jedoch klar, was diese Leute suchten- das Gleiche wie wir. Also stiegen wir in die Unterwelt hinab, ohne uns weiter um sie zu kümmern…

…und liefen und liefen und waren erstaunt, wie riesig die Unterwelt war. Dem Mauerwerk nach zu urteilen haben hier mal Russen gehaust, d.h. alles war schief und krumm.

Und tatsächlich zeigten sich an einigen Schriftzeichen, dass hier einer Dame namens Walja einmal unsterbliche Liebe versprochen wurde.

Aber es wurde noch spektakulärer, eine riesige unterirdische Halle mit Teich eröffnete sich uns. Unglaublich. Von außen ahnt man davon nichts! Dank unserer starken Taschenlampen konnten wir alles schön ausleuchten. Wir fragen uns immer noch, wozu das Ganze mal gedient haben mag. Höllenhunde, wie von Cacheverstecker angekündigt, haben wir jedoch nicht gesehen. Auf alle Fälle waren wir begeistert und haben durch Geocaching wieder einmal ein tolles Erlebnis gehabt. Als wir dann wieder ans Tageslicht gelangten, warteten schon die anderen Geochacher (als solche entpuppten sich die drei Mädels dann auch) auf uns, um dann hinab zu steigen. Ein nettes Pläuschchen unter Cacherkollegen und weiter gings.

Danach ging es wieder zurück zum Auto, vorbei an etlichen Pilzen (Grünlinge), die ich aber nicht mitnehmen durfte. Eine Mahlzeit im Jahr reicht, sagt Heinz.

An einem alten NVA-Standort suchten und fanden wir noch einem Cache (GC1XB68), bevor es nach Lanke ins ungarische Restaurant ging, wo wir wieder einmal die hervorragenden Ödenburger Rippchen aßen. Diese scheinen jedoch ein Kunstprodukt zu sein, denn Stephan als alter Ödenburger kennt dieses Gericht nicht.

Die Rippchen…

Zur Verdauung gabe es noch einen kleinen Multicache als Wanderung um den Wukensee (GC1T7VX) herum, wo wir wieder andere Geocacher trafen und den Rest der Strecke gemeinsam zurücklegten. Viele Grüße nach Eberswalde!!!