Heute ist der erste Tag unseres Urlaubs. Wir fahren nicht weit, nur 160 km sind es vom Ferienhaus nach Kuttenberg (Kutná Hora). Warum? Kuttenberg ist eine der schönsten Städte in Tschechien, einst zu Reichtum gekommen durch den Silberbergbau und das Prägen des Prager Groschens. Sie war einmal die zweitgrößte Stadt Böhmens, lange ist es her. Heute leben 20.000 Einwohner hier. 1995 wurde die Stadt Weltkulturerbe der UNESCO. Sie ist lange nicht so überlaufen wie Prag oder Krummau (Český Krumlov), und so kann man hier ohne große Touristenmassen durch die wunderschöne Altstadt schlendern, böhmisches Bier und böhmische Küche genießen, und das ohne abgezockt zu werden. Wir besuchen den sehenswerten Dom St. Barbara, schlendern am Jesuitenkolleg vorbei, bewundern die schöne Synagoge, die allerdings nicht mehr aktiv genutzt wird, und den Welschen Hof, wo einst die Prager Groschen geprägt wurden. Zum Tagesabschluss gab es ein Großpopowitzer Ziegenbock (Velkopopovický Kozel) einen Riesling im Weinberg mit herrlichem Blick auf die Stadt.
Terrasse am JesuitenkollegWasserspeier am Barbaradomim Dom, Blick nach obenherrliche Bleiglasfenster, viel Jugendstil ist zu sehenAltstadt KuttenbergPortalGaragenidylle mit BahnbrückeFelsenbild eines uns unbekannten Mannes während einer kleinen Wanderungzurück in der AltstadtSynagoge mit Holocaustdenkmalmorbide Schönheit, also das Haus…Der Steinerne Brunnen, erbaut Ende des 15. Jahrhunderts. Das Wasser musste im Mittelalter durch ein mehrere Kilometer langes hölzernes Rohr befördert werden. Pestsäuledeftige Stärkunggrüner geht’s nichtBarbaradom in der Abendsonnewir lassen es uns gut gehen mit regionalem WeinBlick zur JakobskircheBarbaradom von oben
Heute starten wir ein Wanderung in Hennersdorf (Dubnice). Ziel ist der von uns schon einige Male erwanderte Silberstein (Střbrnik). Dieser kleine, wenig besuchte Gipfel, bietet hervorragende Fernsichten und ist umgeben von einer noch ziemlich intakten Natur mit bunten Wiesen und Insekten. Witzigerweise gab es vor ein paar Jahren einen Verweis auf meinen Blog in der Sächsischen Zeitung zu genau diesem Berg. Die Wiesen sind immer noch bunt, leiden aber dieses Jahr unter einer ungewöhnlichen Trockenheit. Hier hat es deutlich weniger geregnet als zu Hause in Berlin. Nach der Gipfelbesteigung laufen wir über die aussichtsreichen Wiesen hinunter nach Seifersdorf (Žibřidice). Von hier geht es weiter am Gipfel des Silberhübels (Stříbrný vrch) vorbei bis zum gelb markierten Wanderweg, der uns durch das idyllische Tal des Jeschkenbaches (Ještědský potok) zurück nach Hennersdorf führt.
eine Wiese voller PechnelkenReste einer WegekreuzesBaumweißlingQuerfeldeinAufstieg zum SilbersteinGipfelblick, am Horizont die Bösige, wo ich letzte Woche wanderteAbstiegdie Felsensegel des Silbersteinsaussichtsreiche WiesenhängeAbstieg nach SeifersdorfHaus in Seifersdorfverblasste SchönheitAufstieg zum SilberhübelRosenkäfer auf Margerite in Tal des Jeschkenbacheszurück in HennersdorfRosenblüteKontrasteTrackaufzeichnung
da guckt die Burg schon zwischen den Kiefern hervor
Auf der Burg Bösig (Hrad Bezděz) war ich lange nicht. Dabei habe ich sie als unverwechselbaren Akzent am Horizont beim Wandern oft gesehen. Von weitem erkennt man die beiden unverwechselbaren Kegelberge (Kleiner und Großer Bösig), da der große mit einer imposanten Burg gekrönt ist. In der Umgebung gibt ein riesiges Waldgebiet von über 300 km³, Pflanzen die sonst nur in Sibirien vorkommen, kann man hier entdecken. Ich starte in Woken (Okna) und laufe zunächst zu den mir bislang unbekannten Schlattenbergen (Slatinné vrchy). Hierher verirrt sich selten ein Wanderer, und so bin ich allein in der urwüchsigen Natur. von oben gibt es ein paar schöne Ausblicke auf die Kegel des Lausitzer Gebirges. Ich entdecke Pflanzen wie die Echte Tollkirsche, den Großblütigen Fingerhut sowie die Weiße Schwalbenwurz. Durch Blaubeer-Kiefernwald wandere ich auf den Sattel zwischen den Bösigen. Hier zieht es mich zunächst auf den Kleinen Bösig. Mit 577 Metern Höhe ist er nur 30 Meter kleiner als sein großer Bruder. Oben erwartet mich neben fantastischen Aussichten ein Meer an Licht- und Pfingstnelken. Dann geht es auf die Burg. Hier ist mehr los, es ist Wochenende und es ist schönes Wetter. An der Pforte bezahlt man 180 Kronen, also knapp 8 €. Es lohnt sich. Allein die Ausblicke von Bergfried sind unvergleichlich. Nach ca. 20 km bin ich zurück in Woken, wo es zur Belohnung ein Sahneeis gibt.
Aufstieg auf die Schlattenberge Ausblicke von obenGipfelfelsenurige WälderBurg BösigAufstieg zum kleinen Bösigoben sieht man natürlich den großen Bösig mit BurgNelkenweite Blickeeine der vielen BurgpfortenAufstieg zur Burg Bösigauf den Bergfried geht es nochim Inneren des ehemaligen Klostersdie Burgbewohner hatten tolle Ausblickedas gönne ich mit mal, bei dieser HitzeBurghofkleiner Bergfriedkleiner Bösig, das sollen nur 30 Meter Unterschied sein?Wald soweit das Auge reichtBurg BösigAbstiegkeine Ahnung was diese lustige Figur hier zu suchen hatWegkreuzungWeg nach WokenTunnel durch einen Bahndammimmer wieder Felsen unterwegsder Ginster blühtTrackaufzeichnung
Da André mit 3 Damen in Karlsbad kurt bin ich alleine in Neusalza und mache eine Wanderung in der Daubaer Schweiz (Dubské Švýcarsko). Es geht auf den Wilhoscht (Vlhošť). Dazu benutze ich einen Track von Björns Naturwunder, allerdings mit anderem Startpunkt. Nach einer knappen Stunde Anfahrt von Neusalza starte ich in Hirschmantel (Heřmánky) teils querfeldein zur Martinswand (Martinské stěny). Vorbei am Tropfstein (Krápník) zum Tausendstückstein (Tisícový kámen) kann ich wunderbare und teils verrückte Felsformationen bewundern. Die markanten Sandsteinüberhänge dienten in früheren Jahrhunderten als Versteck und sind heute beliebte Boofen für Wanderer. Dann geht es über den Ziebernberg (Stříbrný vrch) durch ein Klettergebiet mit Bergsteigerbiwak samt Gedenkplatz für umgekommene Kletterer in diesem Gebiet. Recht steil muss ich durch eine Schlucht hinunterklettern, um dann durch eine hohle Felsengasse zum Einstieg des Aufstiegs zum Wilhoscht zu gelangen. Der Gipfel ist ohne Aussicht und wenig spektakulär, aber man muss mal auf dem höchsten Gipfel der Daubaer Schweiz gewesen sein. Nach der Umrundung des Berges steige ich ab nach Lauben (Loubí), einem ziemlich abgelegenen Dorf mit schönen Häusern und einer Pension, leider ohne Gastwirtschaft. Von hier ist es nicht mehr weit zum Ausgangspunkt in Hirschmantel.
MartinswandBoofe am Tropfsteinirgendwie außerirdischBoofe am Tausendstücksteinscheinbar tropfende Felsenurige Wegedie Wanderwege waren auch schon mal besser gepflegtBergsteigerbiwakBergsteigerbiwakpasse ich da durch?tolle Aussicht mit Ronbergda ist er, der Wilhoscht mit seinen SandsteinterrassenBlick bis zu den BösigenAbstiegBlaubeerfelsenHohle Gasseeinfacher Weg am WilhoschtBlick zum GeltschAuf dem Gipfel des Wilhoscht, 614 mAbstieg nach LaubenVulkankegelparadeApfelblüteWasserturm in LaubenHausdetail in LaubenLaubenTrackaufzeichnung
Heute wandere ich auf altbekannten Pfaden. Als ich noch in Zittau arbeitete und die Grenze durchlässig wurde, waren die Berge, die sich dem Zittauer Gebirge anschlossen, plötzlich legal besuchbar. Der Pfaffenstein (Popova skála) war dabei einer der ersten Felsen, der dank eines neuen Grenzübergangs für Fußgänger und Radfahrer in Hartau gut erreichbar war. Damals wurde sogar noch kontrolliert und es gab einen Kiosk, wo man tschechische Kronen tauschen konnte. Der Pfaffenstein hat mich wegen seiner fantastischen Aussicht so fasziniert, dass ich ihm den hier verlinkten Wikipedia-Artikel widmete. Da Hartau ebenso noch keinen Eintrag hatte, lieferte ich diesen gleich mit ab. Heute lief ich einen anderen Weg nach oben, nämlich den kürzeren über den Zigeunerwinkel, wo man ins Böhmische kommt. Für den Aufstieg zum Spitzberg (Sedlecký Špičák) wählte ich einen nicht markierten Weg, der mich an einer mir bis dahin unbekannten Aussicht vorbei führte. Am Pfaffenstein war viel Betrieb, eine Schulklasse (?) rastete lautstark an Fuße. Die Aussicht war heute so mittel, die Schneekoppe versteckte sich im Dunst. Die Kegelberge des Lausitzer Gebirges waren jedoch gut zu sehen. Danach stieg ich über die Felsen unterhalb des Pfaffensteins, in denen ich noch zwei Boofen (deren tschechische Entsprechung ich nicht kenne) entdeckte, bis zum Böhmischen Tor im Weißbachtal ab. Durch das entwaldete Weißbachtal ging es zurück zum Ausgangspunkt.
Blick in die Ebene mit Braunkohlenkraftwert Türchau (Turow) in PolenAufstieg zu unbekannten Aussichthier war ich allein, herrlichSpitzberggipfel, mit Blick ins Weißbachtalam Pfaffenstein, blick zum Jeschken (Jested)Blick vom Pfaffenstein auf die Kegelberge des Lausitzer GebirgesBlick zum Jeschkenkamm1934 drohte der Pfaffenstein abzurutschen und wurde befestigtwenn es jetzt regnet und kein Frost mehr kommt gibt es dieses Jahr hoffentlich BlaubeerenBlaubeerwaldFelsen unterhalb des PfaffensteinsTunnelstein (Skalní věž Tunelová)Boofe Nr. 1; hier darf noch Feuer gemacht werdenBoofe Nr. 2Zittauer Turm (Žitavská věž) eine Schildkröte? Hier traf ich einen Wanderer aus Reichenberg (Liberec), der völlig begeistert das erste Mal hier wandern war. Reichenberg liegt 25 km entfernt…Böhmisches Tor (Česká brána)Sportplatzteich Hartauimpressionistische WolkenTrack