Unsere Fahrt von Witsieshoek nach Winterton, unser Zwischenstation auf dem Weg nach Underberg, verlief schneller als gedacht. So blieb Zeit, das nördlich der Stadt liegende kleine Naturreservat zu besuchen. Eine kleine Wanderung haben wir dort auch gemacht, allerdings ohne größere Tiere zu sehen. Angeblich gibt es sogar Giraffen. Auf dem Weg zurück liefen uns zumindest noch ein paar Zebras, Kuhantilopen und Gnus über den Weg. Am Abend haben wir gegrillt, was hier viel Fleisch bedeutet.
dreckige ZebrasKuhantilopeSpioenkop-StauseeKurzwanderung durch den Busch
Weg durch den Naturparkdie Dreitausender der Drakensberge am Horizontda hinten stehen dutzende Tiere, leider kein Rankommen, nur Ranzoomen
der Himmel reißt auf, das intensive Grün wirkt wie gewaschen
Nach dem herrlichen Wetter gestern hat es uns heute kalt erwischt. Dauerregen, stürmischer Wind und Nebel. An Wandern war nicht zu denken. Nach dem Mittagessen riss plötzlich der Himmel auf, die Sonne kam raus und wir wagten eine Wanderung zum Mahai Wasserfall, der verglichen mit dem Tugela Wasserfall fast mickrig erscheint. Die Landschaft unterhalb der Witsiehoek Lodge ist zwar nicht so spektakulär, aber die vielen kleinen und größeren Wasserfälle und grünen Almen mit Aussicht auf die Dreitausender- wunderschön. Und so versöhnten wir uns doch noch mit dem fast verloren geglaubten Urlaubstag.
Mahai Wasserfall, links davor AndréDie blauen Blumen wachsen bei meiner Mutter sonst im Topf…Sonnencreme ist wichtigdurch ein Proteenhain zum Dooleywasserdurch den Regen recht hoher Wasserstand, also war Schuhe ausziehen angesagtProtea, immer wieder schönWiederaufstieg zur Lodge, Blick zurückdie 1.000 Meter hohe Wand des Amphitheaters, jetzt fast wolkenfrei; da oben standen wir gestern
Blick von der Witsieshoek Lodge heute morgen, Blick zum Sentinel (rechts) und zum Amphitheater, da wollen wir hin
Gestern noch lag die Witsiehoek Lodge den ganzen Tag in den Wolken, an Fernsicht war nicht zu denken. Heute morgen sahen wir erst einmal, wo wir uns befanden. Vor uns lag die Bergwelt der Drakensberge, dem höchsten Gebirge des südlichen Afrika. Geadelt durch den Welterbetitel ragen die höchsten Gipfel bis auf 3,482 Meter hinauf. Wir wanderten zwar nur bis auf 3.010 Meter, konnten aber den mit 948 Metern Fallhöhe zweithöchsten Wasserfall der Erde bestaunen. Die Tugela Falls werden nur noch vom Salto Angel in Venezuela übertrumpft. Der Blick vom Rand des gigantischen Talkessels „Amphitheater“ war atemberaubend. Wieder einer dieser Momente, die man im Leben wohl nicht vergessen wird.
schon näher drantierische Wanderbegleiterauf diese Begleiter können wir gerne verzichten- Pavianean der Südflanke des Sentinel entlangschwindelfrei sollte man schon sein…auf der Hochebenean der Kante, hier geht es steil bergabBergbewohnerTugela-Wasserfall von obenTugela-WasserfallAndré schwelgtAbstiegMinidrache
Unsere nächste Station ist Südafrikas höchstgelegenes Hotel. Die Witsieshoek Mountain Lodge liegt auf 2220 Metern im Royal Natal National Park, der schon zu den Drakensbergen zählt. Leider hat die Höhe auch Nachteile, die 3000er Gipfel lagen heute den ganzen Tag in den Wolken. Wir machten trotzdem eine wunderschöne Wanderung, die immerhin ca. 20 km und 1200 Höhenmeter hatte. Auf Grund des langsamen Internets hier nur ein paar wenige Fotos.
steile BerghängeKletterpartievon da oben sind wir runtergeklettert, märchenhaftProtea, Südafrikas NationalblumeWaldtier, lief uns über den WegErfrischungAufstieg zur Lodge
Heute Nacht hat es wie aus Eimern geschüttet, 55 Liter in wenigen Stunden, unsere Vermieterin war ganz happy darüber, denn der Regen blieb lange aus. Da die Wetterlage unsicher war, beschränkten wir uns auf eine mittellange Wanderung um Clarens, welche sich aber als erstaunlich schön und abwechslungsreich zeigte. Nur die Antilopen und schwarz-weiß gestreiften Pferde haben etwas gefehlt. Dafür gab es Kühe. Kurz vor dem Abstieg überlegten wir noch, die Wanderung durch einen nördlichen Abstecher zu verlängern. Aber eine wachsende ambossartige Wolke in der Nähe deutete auf ein Gewitter hin. So stiegen wir ab und erreichten mit den ersten Tropfen unsere Herberge. Das anschließende Nachmittagsschläfchen bei Blitz, Donner und Wolkenbruch ist auch was Feines, wir sind alt und haben Urlaub. Am Abend tranken wir ein Weißbier in der nahen Brauerei und ließen es uns mit Dorade und Espetada im portugiesischen Restaurant gutgehen. Morgen geht es hinauf in die Drakensberge.
Wicke?da hoch geht’sVogelbadAufstiegWie überall in der Gegend gibt es auch hier Felsüberhängeim Buschschattige WegstreckeBeobachterweiterer Aufstiegeinsame Pinie, die hier ausgerottet werden, da sie nicht herpassenauf der AlmSommer!Ausblicke von oben auf Clarens