Strandtag in Rowe und Stolpmünde

altes Fischerboot in Rowe

Von Karthaus fuhren wir heute wieder zurück zum Ostseestrand. Nachdem wir 2 Stunden hinter Treckern und LKW hinterhergezuckelt sind, gingen wir in Rowe (Rowy) an den fast leeren Strand. Schwimmen ist immer noch kein Vergnügen, mehr als 15 Grad hat das Wasser wohl kaum. Nach zwei Stunden Sonnenbaden und einer Portion Dorsch in einer Fischbraterei fuhren wir nach Stolpmünde (Ustka), wo wir zwei Nächte bleiben. Stolpmünde ist ein quirliger Urlauberort mit vielen Hotels und Restaurants. Der Strand ist feinsandig und sauber. Der Abend klang mit gebratener Makrele und einem fast perfekten Sonnenuntergang aus.

Strand in Rowe
sieht wärmer aus als es ist
Hafen in Stolpmünde
an welchen Körperteilen diese Dame wohl besonders häufig angefasst wird…
auf der Mole Stolpmünde
Piepmatz (Schafstelze???)
interessante Fata Morgana am Horizont
Strand in Stolpmünde
da hinten ist unser Hotel
Fischkutter passiert Hafeneinfahrt
Möwe bettelt um einen Happen beim Koch eines Restaurants
Abendstimmung
Sonnenuntergang

Von Frauenburg nach Heiligelinde

Hinterhöfe in Wormditt

Wir fahren heute zeitig in Frauenburg los, zunächst nach Braunsberg (Braniewo), um zu tanken. Die Stadt ist heute bekannt für ihren Grenzübergang zur russischen Enklave Kaliningrad, welche nur 6 km entfernt ist. Von dort fahren wir nach Schlobitten (Słobity), wo wir eigentlich eine Schlossruine mit „verwunschenem Park“ besichtigen wollten. Leider verhinderten Zäune den Zugang. Einige Kilometer weiter in Karwinden (Karwiny) waren nur noch wenigen Reste vom einstigen Schoss derer von Dohna-Carwinden zu sehen. Richtig interessant wurde es erst in Wormditt (Orneta), einer kleinen hübschen Stadt an der der Krieg nur wenig Zerstörungen hinterlassen hat. Mittelpunkt ist das Alte Rathaus, ungeben von einigen Häusern mit Laubengängen. Wir besuchen die riesige Johanniskirche aus Backstein und genehmigen uns in einer Bäckerei ein herrliches süßes Teilchen. Nahe der Stadt liegt die Wallfahrtskirche Krossen, die wir natürlich auch besuchen. Nächste Station ist ist Heilsberg in Ostpreußen (Lidzbark Warmiński), ein ebenfalls sehenswertes Städtchen mit vielen Backsteingebäuden und der imposanten Burg Heilsberg. In Rößel (Reszel) besteigen wir den Turm der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Hier hat man einen guten Blick auf die kleine Stadt und die Burg Rößel, einer ehemaligen Ordensburg des Deutschen Ordens im Ermland. Kurz vor einem lang anhaltenden, aber gutmütigen Gewitter erreichen wir unser Hotel im Heiligelinde (Święta Lipka), wo wir zwei Tage bleiben.

Wasserspeier an der Johanniskirche in Wormditt
Johanniskirche Wormditt
Altes Rathaus Wormditt
Orgel in der Wallfahrtskirche Krossen
putzlose Kuppel
Wallfahrtskirche Krossen
Wallfahrtskirche Krossen, ein barockes Schmuckstück
Heilsberg an der Alle (Łyna)
Kirche St. Peter und Paul in Heilsberg
das Innere von St. Peter und Paul ist außergewöhnlich schlicht
der darf natürlich nicht fehlen…
Alle mit Kirche St. Peter und Paul
Schlosshof in Heilsberg
Burg der ermländischen Bischhöfe
Innenhof der Bischofsburg Heilsberg
Saal im Inneren der Bischofsburg
interessantes Gewölbe
wer guckt denn da?
die Bischofsborg an der Alle in Heilsberg
das Hohe Tor in Heilsberg
Störche sind hier überall zu sehen
Besuch von Marienwallfahrstort Kloster Springborn (Stoczek Klasztorny)
alte Tür in Kloster Springborn
Klosterkirche Springborn
Orgel
Pfarrkirche St. Peter und Paul in Rößel; welche Namen hier wohl mal standen…
Blick von Kirchturm auf Rößel und ehemalige Ordensburg
Rößel
Schmuckgiebel von Pfarrkirche St. Peter und Paul in Rößel
Burg Rößel, heute Hotel

Von Leba nach Frauenburg

Kalvarie in Neustadt in Westpreußen

Heute fuhren wir von Leba nach Frauenburg (Fromborg) ans Frische Haff. Erste Zwischenstation war Neustadt in Westpreußen (Wejherowo). Neustadt nennt sich selber die Geistige Hauptstadt der Kaschuben. Kein Wunder, dass es hier neben vielen Kirchen einen weit ausgedehnten Kalvarienberg gibt, den wir besuchten. Die Stationen waren nicht etwa schnöde Holzkreuze sondern Kapellen, die eher kleinen Kirchen ähnelten. Weiter ging es heute mal flott an Soppot, Gdingen und Danzig vorbei, einer teils neu gebauten Schnellstraße sei dank. Am Frischen Haff entlang machten wir in Tolkemit (Tolkmicko) halt, um ein fantastisches Fisch-Mittagessen zu genießen. Beim Blick übers Haff musste ich an Geschichten aus dem Winter 1944/45 denken, als sich hier zehntausende Flüchtende übers Eis retten wollten, und doch jämmerlich ums Leben kamen. In Frauenburg besuchten wir die Kathedrale, die imposant auf einem Hügel über der winzigen Stadt (2.500 Einwohner) thront. Das besondere an der Kathedrale ist das Wirken von Nikolaus Kopernikus, der hier Domherr war und begraben liegt. Bis zur russischen Grenze sind es hier nur noch 13 km, und so hört man ab und zu russische Sprachfetzen, und Autos mit kyrillischen Schriftzeichen sind zu sehen. Wir wären ja gern durch Königsberg zur Kurischen Nehrung gefahren, aber die Einreiseprozedur war uns einfach zu kompliziert. Morgen geht es weiter nach Heiligenlinde (Święta Lipka), wo wir zwei Tage bleiben.

Kalvarie in Neustadt
Kalvarie in Neustadt
am Frischen Haff in Tolkemit; da drüben ist schon Russland
hübscher Marktplatz in Tolkemit
Weg zur Domburg von Frauenburg
Domburg Frauenburg, leider wird gerade renoviert
Westeingang zur Domburg
Eingang zur Kathedrale Frauenburg
das ist andächtiges Gucken nach oben am Grab von Nikolaus Kopernikus
ist der endlich ausrangiert?
Blick nach oben
interessante Grabplatte
Rauscheengel
berühmte Orgel in der Kathedrale Frauenburg
Kirchenburg von unten
viel Bewegung am Himmel
eingerüstete Kathedrale Frauenburg
typischer Gewitteramboss, der aber in sich zusammenfiel
am Hafen Frauenburg
keine Gefahr für Mietze, hier fährt nix mehr
Turm der Stadtpfarrkirche (Ruine)
Marktplatz Frauenburg

Radtour zum Joachimsberg

heute ist es bewölkt aber warm, Radweg bei Sohland

In der Sächsischen Zeitung las ich, dass die Kreuzwegstationen auf dem Joachimsberg (Jachým) bei Hainspach (Lipová) sowie die Grabeskapelle erneuert wurden. Wir kennen den den Kreuzweg von unseren Besuchen, z.B. 2011 und 2013 , nur im zerstörten Zustand. Das Gipfelplateau mit seiner Kirchenruine hatte immer eine mysteriöse Aura, war dicht bewachsen und überwuchert. Man kam kaum hin. Ab 2008 wurde das gröbste Gestrüpp beseitigt, die Baulichkeiten waren allerdings immer noch ruinös bzw. gar nicht mehr vorhanden. Grund genug, nach 6 Jahren wieder mal vorbei zu schauen. Über Taubenhain und Sohland fuhren wir nach Röhrsdorf (Liščí) und dann hinauf zum Joachimsberg. Der neue Kreuzweg hat uns gut gefallen, alle Stationen sind neu aus Sandstein und mit modern anmutenden gemalten Tafeln ausgestattet. Auch die Grabeskapelle ist wieder errichtet worden. Zwar befindet sich die Kirche noch im ruinösen Zustand, allerdings sammelt man schon Geld für einen Wiederaufbau. Irgendwann sieht es hier oben fast wieder aus wie zu Zeiten vor der Vertreibung der deutschen Einwohner, aber dieses „Verwunschene“ ist nun weg. Man kann nicht alles haben… Nach 42 km waren wir wieder zurück und fast zu müde für die anstehende Gartenarbeit.

bunte Wiese am ehemaligen „Wiener Häusel“, wo es einen Geocache gab
Marterl in Röhrsdorf
Kirchlein auf dem Joachimsberg, noch eine Ruine
neue Grabeskapelle und eine Kreuzwegstation
hier hat man die Reste der zerstörten Kreuzwegstationen fast wie ein Mahnmal zusammengestellt
Kirchenruine auf dem Joachimsberg
interessante Interpretation
Adebar auf frisch gemähter Wiese
Pfarrkirche St. Simon und Juda in Hainspach
was das wohl sein soll?
große Holzfiguren mit Rucksäcken?
Ahhh… Bienenstöcke, tolle Idee
Friedhofskapelle Hainspach
Hainspach
Fischteich oberhalb von Hainspach