Biergärten des Ostens

Heute hat sich André endlich eine neues Rad für die Stadt gekauft. So richtig mit Schutzblechen, Licht und Seitentasche. Das musste natürlich ausprobiert werden, und so fuhren wir (zunächst mit der S-Bahn) an den Müggelsee, um von dort nach Rüdersdorf zu radeln. Dort besuchten wir René. Unterwegs kamen wir an so manchem Biergarten vorbei, wo angehalten werden musste. Unten stärkt sich André an Currywurst mit Pommes.



Hier im märkischen Sand hat das neue Rad das erste mal versagt. Also absteigen und schieben. Und alles nur, um einen Cache zu finden…



Vor der Plackerei konnte man sich im Biergarten der „Liebesquelle“ in Woltersdorf ganz gut erholen. Hier haben wir zu dritt Eisbecher verschlungen.



Was André anschließend an der Liebesquelle gesucht hat, blieb sein Geheimnis. 🙂



An Kalksee



Brüder aufm Steg



Wir beede aufm Steg



Rückfahrt zum Prenzlberg, Rast im Prater-Biergarten.


S-Bahn Berlin- Sie packens einfach nicht

„Berliner S-Bahn will ihre Kunden besser informieren“, so die Schlagzeile am 16.02.11 in der Berliner Morgenpost. „12,5 Millionen Euro investiert das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn bis Ende 2011 in neue elektronische Anzeigetafeln und Beschallungssysteme“.

Toll! Da komme ich heute Morgen doch am bereits seit längerem mit den elektronischen Anzeigetafeln und Beschallungssystemem ausgerüsteten Bahnhof Westkreuz an. Eigentlich habe ich 7 Minuten Zeit zum umsteigen. Auf der Anzeige am oberen Bahnsteig steht geschrieben: Potsdam Hbf. 14 Minuten. Na gut denke ich, nix Neues, der sogenannte Winterfahrplan ist eh nur Makulatur, muss ich eben etwas länger warten.

Unten angekommen steht ein Zug auf dem Gleis, in welchem Leute sitzen. Wo fährt der hin? Auf der Anzeige am Bahnsteig steht geschrieben: S7 – Zugausfall/ S75 Zugausfall. Äh, ja, und wo fährt diese Bahn hin? Ich frage eine Frau, die weiß es auch nicht. Ich will nach vorn laufen, am Kopf des Zuges steht ja immer dran, wo die Bahn (wahrscheinlich) hinfährt. In diesem Moment gibt der Fahrer sein „Zurückbleiben“ bekannt, die Bahn fährt los – nach Potsdam Hauptbahnhof!!! Klasse!!!

Was machen die dynamischen Zuganzeiger? Nix!!! Was machen die Beschallungssysteme? Nix! Wie informiert die S-Bahn über die Situation und Fahrmöglichkeiten? Gar nicht! Dabei kann man den Mitarbeitern der S-Bahn noch nicht mal einen Vorwurf machen, die wissen in den allermeisten Fällen selber nicht, was los ist. Der Fehler liegt im System! Spart Euch die 12,5 Mio. Euro, das wird eh‘ nix! Ein Blick auf Twitter zeigt, dass momentan auf der Stadtbahn gar nichts läuft, wegen eines Polizeieinsatzes. Aha, dank moderner Technik weiß ich nun wenigstens Bescheid. Das kann länger dauern. Gut dass man Kollegen hat, die Gestrandete mit dem Auto abholen und zur Arbeit fahren.
(Foto Wikipedia)

S-Bahn Berlin – und das Chaos geht weiter

Heute morgen hatte ich mich entschlossen, mit der Berliner S(chleich)-Bahn ins Büro zu fahren. Selbige fährt ja momentan nach einem ausgedünnten Not-Not-Fahrplan im Schneckentempo durch die Stadt. Grund ist der „harte“ Winter. Mit diesem Fahrplan will man nach den Chaos-Wochen wenigstens so etwas wie einen zuverlässigen Fahrplan anbieten. Die Bahnen fahren nur noch im 10- oder 20-Minutentakt, dazu stehen die Züge an jeder Station 2-3 Minuten herum, um eventuell auftretenden Verspätungen leicht aufholen zu können. Die Höchstgeschwindigkeit wurde auf 60 km/h gesenkt. Nun ja, bei frühlingshaften 11 Grad heute Morgen sollte man ja keine Verspätungen erwarten. Denkt man, und hat wieder mal falsch gedacht. Am Bahnsteig in der Schönhauser Allee angekommen sprang der „Dynamische Zugzielanzeiger“ mal auf eine Wartezeit von 3 Minuten hinunter auf eine Minute und wieder rauf auf 6 Minuten. Nach 6 Minuten kam natürlich- nix! Irgendwann erbarmte sich eine S-Bahn-Mitarbeiterin und kündigte an, dass der Zug in „wenigen Minuten“ eintreffen werde. Zu spät für mich, damit schaffe ich den Anschluss in Westkreuz nach Potsdam auf keinen Fall. Und zwanzig Minuten herumstehen will auch keiner, bis eventuell wieder eine Bahn fährt. Außerdem war nicht sicher, ob ich nach dieser Verspätung der Ringbahn überhaupt mitkomme in der sicherlich wieder einmal überfüllte Bahn. Also sprintete ich rauf zur nach wie vor zuverlässig fahrenden U-Bahn und fuhr ab Alex mit dem Regio. Mehrzeitaufwand dieses Mal: 15 Minuten, bzw. zum Normalfahrplan, den es aber schon seit 3 Jahren nicht mehr gibt: 25 Minuten. Soweit so gut. Ratet mal, ob es wenigstens auf dem Nachhauseweg geklappt hat! Richtig! Natürlich nicht. Die Ringbahn Richtung Schönhauser stand erst einmal minutenlang in Westend, eine piepsige Frauenstimme versprach die Weiterfahrt in wenigen Minuten. Eine betriebsinterne Störung… Irgendwann fuhr die Bahn los, bis Jungfernheide, wo sie wieder stand. Plötzlich verkündete eine Stimme: „Diese Bahn fährt auf Grund eines Unfalls mit Personenschaden nur bis Beusselstraße“. Ich schaffte es durch einen beherzten Sprung und Drängeln gerade noch, aus der Bahn zu kommen, bevor sie abfuhr. Die mitfahrenden Touristen haben von alledem natürlich nichts mitbekommen, englisch werden bei der S-Bahn keine Ansagen gemacht. Wie peinlich für eine Stadt mit so vielen ausländischen Besuchern. Nebenbei: Unfälle mit Personenschaden passieren, das muss nicht einmal Schuld der S-Bahn sein. Aber das Informationsmanagement ist einfach grauenhaft. Gut dass es in Jungfernheide eine U-Bahn gibt. Über U7 um dann mit der U2 kam ich mit 45 minütiger Verspätung zu hause an.
Danke liebe S-Bahn, dass du mir heute wieder 60 Minuten Freizeit geklaut hast. Danke, dass du die Preise erhöht hast, danke dass du dich erdreistest, wieder missmutige Kontrolleure durch die Züge zu schicken. Danke dafür, dass Jahreskartenbesitzer, die sich nächstes Jahr gegen die Chaos-S-Bahn entscheiden, keine Entschädigung bekommen für die Schlechtleistung. Danke, dass du mir Geld aus der Tasche gezogen hast, obwohl die Leistung nicht erbracht wird.
Morgen fahre ich wieder mit dem Auto.
(Foto: Wikipedia)

Ice Age 2010

Nach einer kalten Nacht fing es heute wieder an zu schneien, gegen Nachmittag zeigte sich aber noch einmal die Sonne. So nutzte ich die Gelegenheit, raus zum Tegeler See zu fahren und ein bisschen zu wandern. Bei minus 8°C war das heute sogar noch angenehm, da es windstill blieb. Die Schiffe an der Greenwichpromenade hatten heute nicht viel zu tun. Mal sehen, wie lange diesen Winter das Eis hält.

Über die Sechserbrücke gelangt man über das Tegeler Fließ. Als es die Brücke noch nicht gab, verdiente sich der ansässige Fischer etwas dazu, indem er Wanderer für einen „Sechser“ (5 Pfennige) in einem Kahn übersetzte.

Eine eisfreie Stelle im Tegler Fließ, ein sehr begehrter Platz.
Dieser Fischreiher hat sogar Hoffnung, hier Beute zu machen.
15:20 Uhr, es wird langsam dämmrig.
15:40 Uhr, in zwölf Minuten geht die Sonne hinter Hasselwerder unter. Früher geht nicht mehr, ab Donnerstag werden die Nachmittage wieder länger.

Berliner Weihnachtswelt

Heute ging die Sonne am Alexanderplatz um 15:52 Uhr unter. Früher geht’s nicht mehr, zumindest für den Sonnenuntergang hat Clärchen das Tief erreicht. Da ich heute auf der Heimfahrt am Alex umgestiegen bin (das Auto steht schon 10 Tage unbenutzt in der Tiefgarage), hab ich die Gelegenheit genutzt, ein paar Aufnahmen der „Berliner Weihnachtswelt“ zu machen. Diese hochtrabende Angelegenheit befindet sich zwischen Fernsehturm, Rotem Rathaus und Marienkirche. Ganz nett gemacht trotz der Ausmaße. Es gibt u.a. eine Schlittschuhbahn rund um den Neptunbrunnen, ein schönes Riesenrad, alte Karussels, Streichelzoo, und natürlich Glühwein- und Fressbuden mit unvernünftigen Preisen.



Ziemlich gut besucht dieser Markt, kein wunder bei der verkehrsgünstigen Lage. Aber meiner Meinung nach kommt diese „Weihnachtswelt“ nicht annähernd an den kleinen skandinavischen Weihnachtsmarkt im Hof der Kulturbrauerei heran.