Schönlinde- Maschkenberg- Hanička-Brunnen- Khaa- Burg Schönbuch- Schönlinde

Start am Nationalparkzentrum in Schönlinde

Perfektes Wanderwetter und ich begebe mich auf alte Pfade mit ein paar Neuentdeckungen. Ich starte in Schönlinde (Krásná Lípa), wo ich zunächst eine Geocache suche. Dieser widmet sich der „Waldhauserin“ Anna Waldhauser, die als deutsch-böhmische Heimatdichterin und Schriftstellerin Werke im Schönlinder Dialekt verfasste. Einem längst vergessenen Dialekt, der mit der Ausweisung der Sudentendeutschen 1946 verschwand. Sie selber entzog sich der Katastrophe durch Freitod.

DOS FRIEJOHR

Ich weeß wull, doß anderschwu
dos liebe Friehjohr ehnder kimmt,
dar Schniepontsch und dar kaalde Wind
vill zeit’cher schund Reißaus nimmt.
Dos olles weeß’ch, und aben sprach’sch,
verzeih mr Gott de Sinde:
Ich wie ne hie, wu’s schinner is,
ich liebe ei Schillinde.

Anschließend besuchte ich den sehenswerten Schönerlinder Friedhof. Inzwischen wird das Highlight des Ortes, das Neorenaissance-Mausoleum des Textilfabrikanten Carl August Dittrich, renoviert. Noch vor wenigen Jahren war es einsturzgefährdet und durch Vandalen in Mitleidenschaft gezogen. Dann ging es bergauf zum Maschkenberg (Maškův vrch) (548 m), wobei ich vorher noch den Wasservorrat an der Hanička-Quelle auffüllen konnte. Er ist nach Hana Andrlíková aus Krásná Lípa (Schönlinde) benannt, die ihn 2005 gefunden und mit ihrem Mann umbaut hat. Auf Köglers-Naturpfad (Köglerova naučná stezka) lief ich weiter nach Khaa (Kyjov), wo ich am Rande der Sandsteinfelsen ein wenig kraxeln konnte. In Tal der Kirnitzsch (Křinice) ging der Weg weiter bis zur Burgruine Schönbuch (Krásný Buk) und dann vorbei an sehenswerter, damals wegweisender Industriearchitektur zurück zum Ausgangspunkt.

wunderschöne Jugendstilreliefs auf dem Schönerlinder Friedhof
Imposante Grabmale ehemaliger Textilfabrikenbesitzer
der Stil hat sich stark verändert
Dittrich-Mausoleum
das muss man sich erst einmal erarbeiten… 😉
Blick zur Lausche, zum Weberberg und zum Tannenberg
Hanička-Quelle
Leider hat der Maschkenberggipfel keine Aussichten
Vom einstigen Wald stehen nur noch die Lärchen, Kiefern und vereinzelt Weißtannen
Anfang August wird es Herbst, das Heidekraut blüht
Stausee von Khaa
traditionelles Haus in Khaa
am Rande der Sandsteinfelsen
Khaatal, unten fließt die Kirnitzsch nach Hinterhermsdorf in Sachsen
Wilde Wandergegend
über diese Treppen haben wir die Patenmädels gescheucht, als sie noch klein waren
Russischer Bär
Sommerfrische
kaum zu erahnen, Burgruine Schönbuch
Reste des Bergfrieds
Textilfabrik Schindler, wegweisende Industriearchitektur
überall Hingucker für Architekturinteressierte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert