Sandsteinhöhlen und aussichtsreiche Wiesen um Lindenau (Lindava)

über mangelnde Sonne und hohe Temperaturen konnten wir uns heute das erste Mal nicht beschweren

Eigentlich wollten wir heute zum Abschluss der Urlaubswoche eine längere finale Wanderung mit Start in Mickenhan (Provodín) machen. Da das erste Mal sommerliche Temperaturen und Gewitter vorhergesagt wurden, entschieden wir uns um und fuhren spontan nach Lindenau (Lindava), welches wir noch von Radtouren aus meinen Olbersdorfer Zeiten kennen. Wir machten eine Runde um den Schmiedeberg (Kovářský vrch), zunächst am Zwittebach entlang und später über aussichtsreiche Wiesen. Gestern waren wir in Sachsen wandern und gerade hier auf den Wiesen in Böhmen merkten wir wieder diesen Unterschied: Insekten, tirrilierende Lerchen, bunte Wiesen. Dagegen ist die deutsche Seite quasi tot. Totgespritzt, auch gestern durften wird die „Landwirte“ hoch auf riesigen Ungetümen bei Versprühen von was auch immer beobachten. Da kann ich nur sagen- Eure Produkte essen wir nicht! Zurück zu den erfreulicheren Landschaften. Nach Umrundung des Schmiedeberges erkunden wir wieder auf Lindenauer Fluren die zahlreichen Sandsteinhöhlen, die hier teilweise sogar doppelstöckig vorkommen. Ein kleiner Abenteuerspielplatz. Durch das Dorf wandern wir zum Totenstein (Skála smrti). Man beachte, wer den verlinkten Wikipedia-Artikel geschrieben hat *ggg*. Von dort war es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt. Knapp 10 km sind wir gewandert und waren trotzdem ziemlich verschwitzt. Das Gewitter ließ dann nicht lange auf sich warten.

der Zwittebach führt derzeit viel Wasser
gemütlicher Anstieg am Schmiedeberg
bunte artenreiche Wiesen fast wie am Silberstein
Aussichten bis zum Jeschken (rechts)
Blick zurück
nach Süden hin wurde die Wiese zur nicht minder artenreichen Trockenwiese
daran labten wir uns natürlich auch
durch ein Birkenhain
Käfer auf Kamille
diese Dame lauert auf fette Beute
Johanniskrautwiesen zu Johanni- passt dieses Jahr
die Silhouette des Kleis erkennt man leicht
Schlafmohn, in Deutschland illegal, und dabei doch wunderschön
direkte Richtung Ortelsberg
Bläuling auf Blau
in einer der zahlreichen Sandsteinhöhlen
Die künstlichen Höhlen dienten zur Glassandgewinnung und waren sogar gesichert
André traut sich nicht rein
hier traut er sich doch
Lindenau mit Ortelsberg, der früher Urteilsberg hieß, oben soll ein Galgen gestanden haben
verblichene Jugendstilschönheit
Umgebindehaus in Lindenau
herrlicher Vorgarten, wenn ich da an die deutschen Schottergärten denke…
rostiger Mann am Kreuz
Fensterbank
Bienentankstelle
den Florian sieht man häufig an böhmischen Häusern
noch eine der Höhlen, diesesmal am Totenstein
Ritter Kuno stellt der holden Maid nach, die natürlich wundersam gerettet wird
selbst die alte Inschrift am Totenstein gibt es noch
Mittags- Picknick am Zwittebach
heutige Runde

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