Dunkel-Berlin

Das war ja heute wieder mal ein typischer Novembertag, grau, nass, dunkel. Da kann man den November-Blues bekommen. Was könnte dagegen helfen? Nudeleintopf mit Huhn nach Mutters Rezept, frische Luft und Licht. Das glückliche Huhn vom Biohof wurde schon gestern per Schnellkochtopf vorbereitet, heute kamen nur noch die Nudeln dazu. Lecker.
Luft holte ich mir nach dem Mittag beim Geocachen in Biesenthal (André
war zu faul), und Licht quasi als Tourist in der eigenen Stadt.Wann kommt man schon mal nach Mitte???

Der Nudeleintopf, die Hälfte wurde eingetuppert.

 
 
 
 

Lutz kocht

Ich gebe es ja gern zu, gekocht wird bei uns nicht allzu häufig. Warum auch, wir sind oft nicht zu Hause, außerdem liegen hunderte Restaurants in unmittelbarer Nähe.
Wenn dann einmal im Halbjahr etwas gekocht wird, dann oft so etwas wie Pellkartoffeln mit Quark
und Leinöl. Heute gab es mal etwas anderes, wenn auch wieder schnell
Zubereitetes. Nämlich Muscheln nach rheinischer Art. Hab’s zum ersten Mal gekocht, und es hat sogar geschmeckt.  🙂
Das Wurzelgemüse für den Sud
die geschrubbten Muscheln
voila- Muscheln Rheinische Art (mit Baguette dann wohl doch nicht ganz rheinisch…)  Der restliche Kochwein wurde auch gleich vertilgt.
die Reste
Zu einer kleinen Radrunde durch die Innenstadt hat das Wetter heute auch noch gereicht. Es ging in den Tiergarten, wo wir uns das neue Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma anschauen wollten. Es hat uns sehr gut gefallen. Der Spiegel aus Wasser gestattet viele Interpretationsmöglichkeiten. Die einzelne Blume in der Mitte wird täglich erneuert. Wir finden, dass dieses Denkmal nachdenklicher macht, als so manches andere, pompöse in der Nähe…

hier gibt es was zu gucken- Denkmal für die in der NS-Zeit verfolgten Homosexuellen
das „Global Stone Project“ im Tiergarten

Dieser Stein sorgt für einige Verstimmungen mit Venezuela

Nach einigem Hin und Her und unter Einsatz moderner Smartphone-Technik fanden wir das Sinti und Roma- Denkmal. Direkt am Reichstag.

Hier war mal ein schöner grüner Platz, wo Kinder Fußball spielten, die Eltern Picknick machten und im Herbst Drachen flogen. Vorbei- heute nur noch Schlamm, Zäune und Dreck.
Um den Bahnhof herum baut man die freien Flächen mit Billighotels zu. In einer Architektur, die jedes kleine Kind mit seinen Klötzchen hinbekommt.

Bundesinnenministerium
fast wieder zu Hause im „Schwabenländle“
 

Herbstspaziergang

Unser heutiger Sonntagvormittagsspaziergang führte uns wieder mal über den Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee. Der größte seiner Art in Europa, voller stiller Winkel, Motive, prachtvoller Grabmäler oder einfacher, dichtgedrängter Begräbnisstätten die langsam zuwachsen. Hier bleibt alles so wie es ist, bis zum Jüngsten Gericht. Den Beamten einer deutschen Friedhofsverwaltung würden die Haare zu Berge stehen. Gut dass sie wenigstens hier nix zu sagen haben.

 
 
 
 
 
 
 
 

Feiertagsrunde durch Berlins Norden

Radelwetter! 22 Grad und Sonnenschein, also nix wie raus. Es ging zunächst mit der S-Bahn nach Frohnau und von dort nach Stolpe. Hier wurden an einem Feldweg ein paar Caches gefunden. Nix Spektakuläres, aber immerhin in der freien Natur.
Über Hennigsdorf ging es den Mauerradweg bis zur Bürgerablage und von
dort zum Auftanken ins Brauhaus Spandau. Gegen 15:30 Uhr waren wir
wieder in Pankow, wo wir uns Teile des gestern Abend gebackenen Blechs Apfelkuchen einverleibten. Lecker!

Musike an der Bürgerablage
Bürgerablege, hierher ging ich während meiner Spandauer Zeit zu Baden
Radweg

ungefiltertes Hausbräu

Fast zu Hause
noch blühts aufm Balkon

Sommer in Berlin

Sommer kann man wohl nicht dazu sagen, 16 Grad und Regen, da könnte man verzweifeln. Wir sind in Berlin geblieben, um das Wetter für Erledigungen zu nutzen, zu denen man sonst kaum kommt. Am Nachmittag hörte doch dann tatsächlich der Regen auf. Also gondelten wir mit der U-Bahn zum Moritzplatz, um uns mal in die Prinzessinnengärten anzuschauen. André braucht ohnehin ein paar Ideen für sein Hochbeetprojekt.

Mitten in der Stadt wachsen Kartoffeln- in Säcken.

Kräuterhochbeete in Plastik-Kisten, dazwischen ruhige Plätzchen

Holz sieht schöner aus, aber die Plastikkisten halten sicher länger…

 

Kornblume

Weg zum Engelbecken

An der Spree

Der nächste Regen kommt, also nix wie nach Hause!

…und unterwegs noch etwas urbane Kunst bewundert