Zwischen Bornstedt und Sanssouci

Entgegen aller Wettervorhersagen gab es heute nach frostiger Nacht einen sonnigen Vormittag. Da ich ohnehin nach Potsdam musste, bot sich ein Spaziergang an. Viele Spaziergänger waren unterwegs, vor allem Touristen. Gestartet bin ich an der Endhaltestelle der Tram in der Kirschallee und lief zunächst zur Kirche Bornstedt, wo ich mir den alten Friedhof anschaute. Hier liegen zahlreiche Persönlichkeiten vergangener Tage, so dass selbst Fontane schrieb: Was in Sanssouci stirbt – wird auch in Bornstedt begraben. Über die Neue Orangerie wanderte ich weiter zum Schloss Sanssouci und von dort bis zum Luisenplatz, um mit der Tram und S-Bahn wieder nach Hause zu fahren.

Friedhof Bornstedt
Friedhof Bornstedt, gefallener Engel
Friedhof Bornstedt, sitzender Engel im Sello-Familienfriedhof
Friedhof Bornstedt, alte Grabplatte
Friedhof Bornstedt, fast erotisch anmutender Engel
Neue Orangerie, alle Pflanzen sind natürlich schon zum Überwintern drin
Neue Orangerie, wird gerade rekonstruiert
Engel im Gegenlicht
Bogenschütze von Ernst Moritz Geyger
Brunnendetail
Brunnendetail
komisches Paar
Sizilianischer Garten mit Historischer Windmühle
Neue Kammern mit Historischer Windmühle
Sanssouci mit Weinbergterrassen
Blick zum Neuen Palais
Sanssouci
Park mit Chinesischem Teehaus
Wassereinlass

Ersteigung des höchsten Gipfels Potsdams

Geisterbahnhof Pirschheide

Eine knapp 19 km lange Wanderung sollte es heute sein. Wir starteten am Bahnhof Potsdam Pischheide, den wir mit der Tram erreichten. Der Bahnhof ist heutzutage ziemlich gruslig. Von 1961 bis 1993 war er der Hauptbahnhof von Potsdam. Von ehemals 6 Gleisen des Kreuzungsbahnhofs gibt es heute nur noch eins. Alles andere ist dem Verfall preisgegeben. Ein Eldorado für Freunde von Lost Places. Vom Bahnhof liefen wir Richtung Caputh, setzten mit der Fähre über und spazierten bis zu Einsteins Sommerhaus. Über den Caputher Heuweg erreichten wir den Großen Ravensberg, der eine Waldschule und einen kleinen Aussichtspunkt bietet. Seltsamerweise ist der Große Ravensberg mit 108 Metern niedriger als der Kleine Ravensberg mit 114 Metern, den wir danach erstiegen. Leider bietet dieser so gar keine Aussicht. Aber immerhin kann man sagen, auf dem höchsten Berg Potsdams gewesen zu sein. Am Telegrafenberg vorbei führe das letzte Stück schließlich zum heutigen Hauptbahnhof Potsdams.

Geisterbahnhof Pirschheide
Templiner See
Wentorfgraben
Blick von der Fähre Caputh auf die Havel
Haus in Caputh
Schloss Caputh
Einsteinhaus
auf dem Caputher Heuweg
Aufstieg zum Großen Ravensberg
Aussichtspunkt auf dem Großen Ravensberg
Blick nach Berlin
Herangezoomt, seltsam die Windräder hinter der Innenstadt zu sehen
Pfau in der Waldschule
Gipfel des Kleinen Ravensberges
Feuerwachtum mit Sturmschäden
Nix für Fahrräder
Weggabelung kurz vor Potsdam
Trackaufzeichnung

von der Drehsaer Schweiz zum Monumentenberg

Unterwegs an der Lochbergaussicht bei Schönbach

Heute erkundeten wir die uns noch unbekannte Drehsaer Schweiz sowie den Monumentenberg. Drehsa überraschte uns mit einem renovierten Schloss, welches allerdings leersteht, sowie einem schönen Aussichtsturm, welcher einmal ein Wasserturm war. Von Schloss aus machten wir eine kleine Wanderung durch den Park, wo wir einen Esskastanienbaum fanden und die Taschen mit „Maroni“ füllten. Die interessieren hier offensichtlich niemanden- gut für uns. Der Spaziergang führte uns durch die Drehsaer Schweiz, ein kleines Durchbruchstal mit ein paar Felsen und vereinzelt aufgestellten Sagenfiguren. Auf unglaublichen Umwegen wegen furchtbar ausgeschilderten Straßensperrungen erreichten wir den Monumentenberg, den wir schon von früher kannten. Hier wollten wir die gute Sicht genießen.

unterwegs: Hochkirch
Windmühle Rodewitz vor den Schwaden vom Kraftwerk Boxberg
alter Wassertum Drehsa, heute Aussichtsturm
in der Drehsaer Schweiz
Siegfriedfigur
Fürstengruft
Schloss Drehsa
Monumentenberg mit Aussichtsturm
namensgebendes Monument
Blick vom Turm auf den Stausee Quitzdorf
Blick zu den Königshainer Bergen

Bei Hockewanzel in Oberpolitz

Mit der Überschrift kann vermutlich kaum jemand etwas anfangen. Einerseits weil Hockewanzel schon lange tot ist, und andererseits weil Oberpolitz heute Horní Police heißt. Hockewanzel, der eigentlich Wenzel Hocke hieß und Erzdechant in Politz war, ist für seinen sehr speziellen Humor bekannt. Humoristische Erzählungen über Hockewanzel waren damals unter den Deutschböhmen sehr populär. Unter anderem Otfried Preußler nutzte die historische Gestalt als Vorlage. Wir fuhren also heute nach Oberpolitz und besuchten zunächst Hockewanzels Gedenkstein, welcher am Weg zur Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung von Oberpolitz liegt und erst vor einigen Jahren restauriert wurde. Nach Besuch der eindrucksvollen, wenn auch etwas angestaubten Wallfahrtskirche wanderten wir zum Hutberg (Strážný vrch) mit seinem schönen hölzernen Aussichtsturm. Über Mertendorf (Merboltice) stiegen wir zur Südflanke des Steinberg (Kamenec) auf. Hier bestaunten wir die größte zusammenhängende Klingstein-Blockhalde des Böhmischen Mittelgebirges. Über immer noch blühende Wiesen liefen wir nach Oberpolitz zurück und waren nach 16 km wieder am Auto. Der Track zur Wanderung kann hier heruntergeladen werden.

morgendliches Licht an der Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung
die Engel in Kreuzgang sehen allesamt aus, als wären sie auf Speed
Kreuzgang
Erklärung in nächsten Foto
was für Geschichten!
Weg zum Hutberg
mit Brille wärs einfacher
Aussichtsturm auf dem Hutberg von fern
Weg durch Wiesen, immer weiter aufwärts
kleiner bunter Kletterkünstler
Blick von Hutbergturm
Klingstein-Blockhalden am Steinberg
auf dem Aussichtsturm
nur durch Leitern zu erklimmen
Aussichtsturm auf dem Hutberg, heute gut besucht
Mertendorf
Glockenturm der 1974 gesprengten Kirche in Mertendorf
Mertendorf
dieses Jahr war ja ein gutes Kürbisjahr Anneliese!
Blockhalden von Nahem
Am Steinberg
am Horizont die Kirche von Klein Bocken (Malá Bukovina)
Abstieg nach Oberpolitz
Haus in Oberpolitz mit Observatorium (!!!)
kleiner Fuchs auf Herbstastern
man sollte nicht in alle Mauerlöcher der Wallfahrtskirche hineinblitzen! Was zur Hölle ist das???
Hockewanzels Gedenkstein, sein Grab liegt weiter oben
Blick zurück
retstaurierte Kirche hoch oben in Klein Bocken. Hier war Hockewanzel einst Pfarrer.
Auf dem Friedhof Klein Bocken
Heutige Runde

klassische Runde um Dittersbach

Wenn man Gäste hat, will man ihnen natürlich auch die Highlights der Gegend zeigen. Nach der gestrigen Runde mit Micha um Bürgstein (Sloup v Čechách) fiel uns sofort Dittersbach (Jetřichovice) ein. Die klassische kleine Runde zum Marienfels (Mariina skála), Balzers Lager, Wilhelminenwand (Vilemínina stěna) und Rudolfstein (Rudolfův kámen) begeisterte bisher die Meisten. Am Brückentag war Dittersbach von deutschen Wanderern gut besucht. Zumal das Wetter viel besser war, als von den Propheten vorhergesagt. Es war zwar diesig, aber streckenweise sonnig, so dass die erste Laubfärbung gut zur Geltung kam.

Weg zum Marienfelsen
einige in den Fels gehauene Stiegen
Aussicht vom Marienfelsen, etwas getrübt
Schutzhütte auf dem Marienfelsen
Micha und André beim Abstieg
gut dass unsere Altvorderen die Wege freigemeißelt haben
Werden und Vergehen
Rast in Balzers Lager

Aussicht von der Wilhelminenwand auf den Marienfels
Namensgeberin Wilhelmine Kinsky
Micha beim Abstieg

Aussicht zwischendurch
getrübter Blick zum Rosenberg
Weg zum Rudolfstein
da hoch geht es
nach etwas Kraxelei sind wir oben
auf dem Rudolfstein
Blick zurück
Rast
der Rudolfstein von unten
endlich goldener Herbst
Weg zurück nach Dittersbach
Herbst
am „feinen Pinkel“

Trackaufzeichnung der eher leichten Runde